Bild: Armin Weigel/dpa

Das Mantra der "Body Positivity"-Bewegung lautet: Jeder Körper ist schön. Akzeptiere dich, wie du bist. Fühl dich wohl in deinem Körper. Du bist genau richtig so, wie du bist. 

Wissenschaftler aus England und Österreich sehen das nicht nur positiv.

Und untermauern ihre kritische Sicht auf die Dinge nun mit einer Studie.

Die Forscher haben 23.000 Frauen und Männer in England befragt und deren Daten ausgewertet. 

Das Ergebnis:

  • Zwischen 1997 und 2015 sind drei Prozent mehr Männer und zwei Prozent mehr Frauen übergewichtig geworden. 
  • 48 Prozent der befragten Männer lagen 1997 mit der Schätzung ihres Gewichts falsch. 2015 waren es schon 57 Prozent.
  • Bei den befragten Frauen stieg die Zahl von 25 auf 30 Prozent.
  • Vor allem Menschen mit niedrigem Bildungsgrad, aus finanziell schwachen Haushalten und ethnische Minderheiten haben ihr Gewicht falsch eingeschätzt.
  • Diejenigen, die sich verschätzt haben, haben mit 85-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht versucht abzunehmen.
(Bild: Stefan Sauer/dpa)

Woran soll das liegen?

Die Forscher glauben: Wenn Übergewicht und Fettleibigkeit immer mehr als normal angesehen werden, dann könnten auch immer mehr Menschen sorgenfrei übergewichtig bleiben. Und gleichzeitig könnten immer mehr Menschen übergewichtig werden. 

Als Beispiel nennen sie Mode für Übergewichtige. Die Klamotten seien für "kurvige" Menschen, merken sie an, das Wort klinge schmeichelnder als "plus". Damit wolle die Mode-Industrie das negative Image von Übergrößen verändern.

Dicke werden dadurch nicht mehr so stark stigmatisiert. Das unterstütze aber auch die Fehleinschätzung des eigenen Gewichts, sagen die Forscher. Und Übergewicht habe schließlich auch gesundheitliche Konsequenzen.

Klamotten hätten in den USA und Großbritannien außerdem oft eine falsche Größenangabe. Sie würden kleiner ausgezeichnet werden als sie in Wahrheit sind, um bei der Käuferin ein gutes Gefühl hervorzurufen. Auch das: eine Gefahr.

Ab wann gilt man eigentlich als übergewichtig oder fettleibig?

Die Forscher definieren das über den Body-Mass-Index (BMI). 

  • Ein BMI unter 18,5 gilt als untergewichtig. 
  • Ein Wert zwischen 18,5 und 24,9 bedeutet Normalgewicht
  • Zwischen 25 und 29,9 bedeutet Übergewicht. 
  • Starkes Übergewicht beginnt ab 30.

Die Zahl wird folgendermaßen begerechnet: Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße. Jemand mit 62 Kilogramm und einer Größe von 1,68 Meter hat so einen BMI von 21,9 (Die Rechung ist 62 : (1,68 x 1,68) = 21,9).


Grün

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