Bild: Brooke Cagle / Unsplash

Kitzeln ist ziemlich lustig, vor allem, wenn man derjenige ist, der andere kitzelt. Doch offensichtlich hat es auch Vorteile, selbst kitzelig zu sein. Denn Forscher von der Humboldt Universität in Berlin gehen davon aus, dass kitzelige Menschen sozialer sind. Warum genau das so ist, können die Wissenschaftler nicht mit Sicherheit sagen. Aber es gibt einen klaren Zusammenhang. Herausgefunden haben sie das unter anderem in Interviews mit Menschen und durch Experimente mit Ratten – die ähnlich kitzelig sind wie wir. (Deutschlandfunk Nova)

Was ist Kitzeln eigentlich?

Wissenschaftlich gesehen gibt es sogar gleich zwei Arten von Kitzeln:

  • leichtes Kitzeln (Knismesis), beispielsweise an der Fußsohle. Es weckt vor allem Schutz-Instinkte im Körper.
  • schweres Kitzeln (Gargalesis), das lautes Lachen hervorruft und vor allem eine soziale Funktion hat.
Warum können wir uns nicht selbst kitzeln?

Laut Michael Brecht von der Humboldt Universität Berlin ist dafür unter anderem die sogenannte Körperfühlhirnrinde im Gehirn verantwortlich. Sie geht bei Selbstberührungen quasi in den Stand-by-Betrieb, so der Forscher in einem Interview mit dem Deutschlandfunk: "Sobald wir uns selbst berühren, wird dieser Gehirnteil abgeschaltet."

Wozu dient das Kitzeln?

Der Biologe glaubt, dass Kitzeln soziale Gründe hat: "Wir denken, dass das ein Trick des Gehirns ist, damit Individuen miteinander spielen." Vielleicht ein guter Grund, um uns noch öfter gegenseitig zu kitzeln

Dieses Video erklärt, warum wir kitzelig sind:

Today

Sexueller Übergriff auf 14-Jährigen? Kevin Spacey lenkt vom Vorwurf ab

Schwere Vorwürfe gegen "House of Cards"-Star Kevin Spacey: Der heute 46 Jahre alte Schauspieler Anthony Rapp sagt, Spacey habe ihn 1986 nach einer Filmparty zu sich ins Bett geholt und sich auf ihn gelegt. Anschließend habe er ihm sexuelle Handlungen angeboten. Anthony Rapp war damals 14 Jahre alt. (BuzzFeed)

Spacey kann sich nach eigenen Angaben nicht an den Vorfall erinnern. In einem Statement schreibt er: "Ich bin zutiefst erschüttert, seine Geschichte zu hören." Zugleich versuchte er, den Vorwurf des sexuellen Übergriffs zu relativieren und sprach von "unangemessenem betrunkenen Verhalten".

Das mutmaßliche Opfer bat Spacey um Entschuldigung – sollte der Vorfall wie beschrieben stattgefunden haben. Zugleich bat er um Verzeihung für die Gefühle, die er seit dem Vorfall mit sich tragen musste.