Bild: Felix Kästle/ dpa

Die Mietpreise in ganz Deutschland schnellen in die Höhe – auch in den Studierendenstädten werden WG-Zimmer teurer. Der Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln zeigt jetzt, wo die in Wohnungsanzeigen angegebenen Preise besonders hoch sind und wo Studierende noch günstig wohnen können. (SPIEGEL ONLINE)

1  Was steckt hinter dem Studentenwohnpreisindex?

Die Untersuchung wurde anhand von Daten der Onlineportale Immobilienscout24 und wg-suche.de durchgeführt. Das Institut für Wirtschaft wollte herausfinden, welche Wohnungsanzeigen Studierende finden, wenn sie nach in einer Stadt nach einer Wohnung suchen und auf Online-Inserate angewiesen sind. (SPIEGEL ONLINE)

Für die Studie wurde der so genannte Median herangezogen: Dazu wurden Preise in eine teurere und eine günstigere Hälfte geteilt. Der Wohnungspreis in der Mitte entspricht dem Medianpreis. 

2 Wo sind Wohnungen für Studierende laut Wohnungsanzeige am teuersten?

Spitzenreiter ist nach wie vor München: Hier würden Studierende im Mittel 600 Euro Miete zahlen. 488 Euro kostet ein Zimmer in Frankfurt im Monat, ausgehend vom Median. In Berlin sind die Preise für Wohnungen seit 2017 um 9,8 Prozent angestiegen, eine Steigerung von rund 67 Prozent seit 2010.

Der Leiter der Studie, Michael Voigtländer, weist darauf hin, dass in deutschen Städten noch mehr Wohnraum geschafft werden muss: (Westfalenpost)

Es muss mehr gebaut werden, allerdings wachsen die Großstädte sehr stark. Neubauten können den Preisanstieg daher dämpfen, aber nicht stoppen.
Michael Voigtländer

Welche Städte schonen den Geldbeutel am meisten? 

Günstige Wohnungen für Studierende gibt es trotzdem noch. Wer ein einfach ausgestattetes Zimmer mit rund 20 Quadratmetern in der Nähe der Universität sucht, zahlt im Mittel in 

  • Greifswald rund 157 Euro 
  • Magdeburg rund 159 Euro
  • oder in Leipzig rund 200 Euro. (IW)

Laut Anzeigenanalyse außerdem günstige Städte zum Studieren sind Jena, Kiel, Göttingen oder Aachen

4 Welche Folgen haben die Mietpreise für Studieninteressierte?

Das Budget von Studierenden liegt aktuell bei 918 Euro monatlich. Je nachdem, wo es zum Studium hingeht, brauchen Studierende ein bis zwei Drittel ihres Einkommens, um die Miete zu zahlen. Dementsprechend überlegen Erstsemester es sich laut Voigtländer, ob sie nicht in Städten studieren wollen, in denen es weniger Zulauf an den Universitäten gibt. (Zeit)



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CDU in Sachsen stellt klar: Wir haben "kein Interesse" an Koalition mit der AfD
Zuvor hatte der Fraktionschef für Empörung gesorgt.

Ist die CDU in Sachsen so weit nach rechts gerückt, dass sie eine Koalition mit der rechtspopulistsichen AfD in Erwägung zieht? Der sächsische CDU-Fraktionschef Christian Hartmann hatte das nicht mehr ausgeschlossen und damit viele Menschen empört – darunter auch Mitglieder der eigenen Partei. Doch nun hat Hartmann seine Aussage relativiert.

Was ist passiert?

Der sächsische CDU-Fraktionschef Christian Hartmann hat in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" klargestellt, dass er keine Zusammenarbeit mit der AfD anstrebe.