Eine Haarprobe, die nach Bonn geschickt wurde, brachte die Lösung.

Wer als Kind langes Haar trug, wird sich an das Gefühl erinnern: Wenn die Eltern die verknotete Mähne durchkämmten, ziepte es ohne Ende. Das machte weder Eltern noch Kindern Spaß. 

Ähnlich ging es Cara und Tom McGowan aus dem US-Bundesstaat Illinois: Der blonde Schopf der kleinen Taylor stand dauerhaft wirr vom Kopf ab und war nicht zu bändigen. Sie fragten sich: Warum war das nur so?

Eine Haarprobe, die sie an die Bonner Universität schickten, lieferte schließlich die Erklärung: Taylor hat das "Syndrom der unkämmbaren Haare" oder auch "Struwwelpeter-Syndrom". 

Die Dermatogenetikerin Regina Betz fand 2016 gemeinsam mit einem internationalen Team von Wissenschaftlern die Ursache für das extrem seltene Syndrom, von dem es zunächst nur rund 100 verzeichnete Fälle gab. Es handelt sich um eine Mutation dreier Gene, die von beiden Elternteilen weitervererbt werden muss, um beim Kind aufzutreten. 

(Bild: Facebook/Baby Einstein 2.0)

Seit dieser Entwicklung meldeten sich viele weitere betroffene Familien bei der Wissenschaftlerin. Regina Betz sagte zu bento: 

"Es gibt insgesamt viel mehr Fälle als die bislang beschriebenen 100. Nicht jeder mit diesen Haaren geht zum Arzt, nicht jeder Arzt erkennt die Diagnose, und wenn die Diagnose eindeutig ist, wird der Fall noch lange nicht berichtet. Deswegen gibt es diese abweichenden Zahlen". 

Wie es Familie McGowan mit dem Syndrom geht, siehst du im Video.


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