Bild: right livelihood award/dpa
Zwei Fragen, zwei Antworten

In Stockholm ist am Montag der Alternative Nobelpreis ("Right Livelihood Award") vergeben worden. Die Auszeichnung ist mit insgesamt drei Millionen schwedischen Kronen dotiert. Umgerechnet sind das etwa 290.000 Euro. Unter anderem ausgezeichnet wurden drei inhaftierte Menschenrechtskämpfer aus Saudi-Arabien. 

Was ist der Alternative Nobelpreis?

Der Alternative Nobelpreis heißt eigentlich "Right Livelihood Award" und ehrt Menschen und Initiativen, "die Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen." (Right Livelihood Award)

Seit 1980 wird der Alternative Nobelpreis vergeben. Mit ihm wurden in den vergangenen Jahren Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden geehrt.

Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre sind zum Beispiel Astrid Lindgren, Edward Snowden oder der deutsche Politiker Hermann Scheer, der sich für erneuerbare Energien eingesetzt hatte. 

Wer hat ihn in diesem Jahr bekommen?

„In einer Zeit alarmierender Umweltzerstörung und des Versagens politischer Führung zeigen unsere Preisträger einen Weg in eine andere Zukunft“
Ole von Uexküll, Direktor der Right Livelihood Award Stiftung

Mit dem Alternativen Nobelpreis sind jetzt zum ersten Mal Menschenrechtskämpfer aus Saudi-Arabien ausgezeichnet worden. Eine Million schwedische Kronen (etwa 96.000 Euro) gehen an Abdullah al-Hamid, Mohammed Fahad al-Kahtani und Walid Abu al-Chair. 

Sie wollen friedlich das autoritäre System ihres Landes reformieren und setzen sich für Gleichberechtigung und Menschenrechte in ihrem Land ein. Die Preisträger und deren Familien wurden deshalb immer wieder verfolgt und mehrmals inhaftiert

Persönlich können die saudischen Menschenrechtskämpfer den Preis in Stockholm deshalb nicht entgegennehmen. Sie sitzen alle im Gefängnis.

Zwei weitere Preise gehen an den Bauern Yacouba Sawadogo aus Burkina Faso und den Australier Tony Rinaudo. Beide setzen sich dafür ein, dass in Afrika dürres Land für die Landwirtschaft genutzt werden kann.

Einen undotierten Ehrenpreis erhielten die Juristen Thelma Aldana und Ivan Velásquez. Sie deckten in Guatemala Machtmissbrauch auf und bekämpfen dort Korruption.

Geehrt werden die Preisträger am 23. November bei einer Zeremonie in Stockholm.

Mit Material von dpa


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