Bild: Foto: Michael Kappeler/dpa
Drei Fragen zum Vorhaben

Es war relativ lange ruhig um Steve Bannon. Relativ im Sinne von: ein paar Monate. 

US-Präsident Trump hatte Bannon während seines Wahlkampfes 2016 zum Chefstrategen und nach der Wahl zum Chefberater im Weißen Haus gemacht. Wegen Meinungsverschiedenheiten trennten sich die Wege der beiden jedoch im August vergangenen Jahres. Im Januar diesen Jahres war die letzte große Meldung über ihn, dass er die ultrarechte Nachrichten-Webseite "Breitbart News" verlässt (bento). 

Dazwischen hatte er offenbar Zeit, einen neuen Plan zu schmieden.

Was ist passiert?

Steve Bannon, umstrittener Ex-Berater von Präsident Donald Trump und Galionsfigur der radikalen Rechten in den USA, konzentriert sich einem Medienbericht zufolge jetzt auf Europa (Daily Beast). 

  • Er wolle eine Bewegung namens "The Movement" gründen.
  • Damit wollte er eine rechtspopulistische Revolte vor den Wahlen zum Europaparlament im Frühjahr 2019 auslösen.
  • Der 64-Jährige plane, nach den Zwischenwahlen in den USA Anfang November die Hälfte seiner Zeit in Europa zu verbringen.

Wie will Bannon vorgehen?

Der ultranationalistische US-Publizist plane, nach den Zwischenwahlen in den USA Anfang November, die Hälfte seiner Zeit in Europa zu verbringen. 

Bannon will den Angaben zufolge eine "rechtspopulistische Supergruppe" im Europäischen Parlament etablieren, der nach der Wahl 2019 bis zu einem Drittel der Abgeordneten angehören könnten. Ein vereinter Block solcher Größe könne den parlamentarischen Prozess ernsthaft stören und Bannon riesigen Einfluss innerhalb der populistischen Bewegung geben, heißt es weiter.

Erwartet wird, dass Bannon sein Hauptquartier in Brüssel aufschlägt. 

Warum macht er das?

Die Idee zu der europäischen Bewegung habe er laut der Zeitung von der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen

Ziel sei es, "zwielichtigen Gruppen" von Rechtspopulisten zu helfen, die vielfach ohne professionelle politische Strukturen oder bedeutsame Budgets operierten. Unterstützung solle es unter anderem bei der DatenerfassungUmfragengezielten Botschaften und der Suche in Denkfabriken geben. Zehn Mitarbeiter seien zunächst eingeplant.

Dank der rechtspopulistischen Bewegungen werde es in Europa "individuelle Nationalstaaten mit ihren eigenen Identitäten, ihren eigenen Grenzen" geben, sagte er laut "Daily Beast".

Bannon will dem Bericht zufolge auch ein Gegenspieler zum US-Investor George Soros werden. Dessen liberale Stiftung "Open Society" ist schon länger in Europa aktiv, in Russland hatte sie beispielsweise NGOs unterstützt, bevor sie als "nicht erwünscht" eingestuft wurde. "Soros ist brillant", sagte Bannon "The Daily Beast". "Er ist der Teufel, aber er ist brillant."


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