Bild: dpa/Stefan Zaklin

Der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking ist tot. Wie seine Agentur Pagefield unter Berufung auf seine Familie mitteilte, starb er friedlich in seinem Haus in Cambridge. Er wurde 76 Jahre alt. (SPIEGEL ONLINE)

Hawking wurde als brillanter Wissenschaftler berühmt, dem einige Meilensteine in der Kosmologie zu verdanken sind:

  • 1965 lieferte gemeinsam mit Roger Penrose die mathematische Begründung dafür, dass das Universum mit einem Urknall entstanden ist.
  • 1973 veröffentlichte Hawking mir vier Kollegen eine grundlegende Theorie über sogenannte Schwarze Löcher.
  • 1974 zeigte er dann, das Schwarze Löcher Materie nicht nur verschlucken, sondern langsam verdampfen und dabei Strahlung aussenden, bis sie völlig verschwunden sind. Die Strahlung wurde später "Hawking-Strahlung" genannt.
  • Mehr als 30 Jahre hatte er den renommierten Lehrstuhl für Mathematik an der Cambridge Universität in Großbritannien inne – in der Nachfolge von Isaac Newton.
  • 1988 veröffentlichte er den Bestseller "Eine kurze Geschichte der Zeit", in dem er unter anderem den Ursprung des Universums und Schwarze Löcher erklärt.

Hawking wurde am 8. Januar 1942 in Oxford geboren. Auch über seine wissenschaftliche Arbeit hinaus inspirierte er Menschen auf der ganzen Welt. 

Schon als Student erkrankte er an der Nervenkrankheit ALS. Mit Anfang 20 gaben die Ärzte ihm noch wenige Jahre zu leben. Aber die Krankheit schritt langsamer voran, als erwartet. Sein Körper war ab 1968 auf einen Rollstuhl angewiesen, später verlor er außerdem seine Stimme und konnte nur noch mit Hilfe eines Computers sprechen, den er mit seinem Wangenmuskel steuerte. 

Sein Geist aber verlor über die Jahre nicht an Genialität.

Hawking hatte auch eine Frau. 30 Jahre war er mit seiner Jugendliebe Jane Wilde verheiratet, mit der er drei Kinder bekam: Lucy, Robert und Tim. 1955 verließ er Wilde für seine Pflegerin Elaine Mason. Sie ließen sich 2006 scheiden. Der Film "Die Entdeckung der Unendlichkeit" aus dem Jahr 2014 erzählt von Hawkings Leben als Physiker, Vater und Ehemann. 2015 bekam Eddie Redmayne für die Rolle als Hawking den Oscar als bester Hauptdarsteller.

Seine drei Kinder teilten am Mittwochmorgen mit: "Wir werden ihn für immer vermissen. Er war ein großartiger Wissenschaftler und ein außergewöhnlicher Mensch."

Und nicht nur seine Familie trauert. Wissenschaftler, Promis und andere Menschen erinnern heute im Netz an Hawking und drücken ihren Respekt aus.

Der bekannte Physiker Neil deGrasse Tyson schreibt, Hawking hinterlasse ein "intellektuelles Vakuum".

Andere teilen berühmte Zitate des Verstorbenen und erinnern damit an sein Bild vom Leben, von der Welt – und seinen Humor.

Unvergessen bleibt sein Zitat über das eine Mysterium, dass er in seinem Leben nicht zu lösen vermochte: Frauen.

Und hier und da teilen Menschen auch ihre persönlichen Hawking-Momente:


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