Bild: Getty Images / Mathis Wienand
Bye-bye, Stefan Raab!

Stefan Raab steht zu seinem Wort: Schon im Juni hatte er angekündigt, seine Fernsehkarriere zum Jahresende an den Nagel zu hängen. Rund 20 Jahre war der gebürtige Kölner im Fernsehen zu sehen, 16 davon auf ProSieben. Das macht 2400 Stunden, die Raab für den Privatsender vor der Kamera stand. Details aus seinem Privatleben drangen trotz aller Prominenz kaum an die Öffentlichkeit.

Gestern kämpfte sich Raab also fast sechs Stunden lang durch die letzte Folge seiner Einmann-Show "Schlag den Raab", als wollte er den Abschied damit künstlich verzögern. Dafür hat das Team das komplette Konzept der Sendung verändert. Statt einen Kandidaten gegen Endgegner Raab antreten zu lassen, wurde für jedes der 15 Spiele ein Freiwilliger aus dem Publikum auserwählt, der im Fall eines Sieges mindestens 100.000 Euro mit nach Hause nehmen konnte. Am Ende spielten die Gewinner noch um weitere 900.000 Euro.

Raab nutzte seine Sendung "TV Total" ein bisschen wie Twitter. Er stellte Künstler vor, die er schätzte, gab unbekannten Comedians eine Bühne und zeigte an vielen Abenden genau das, was das arbeitende Volk tagsüber nicht im Fernsehen gesehen haben konnte. Die Lacher waren ihm lange Zeit sicher. TV Total war eine Fernsehinstitution, die vor #trendingtopics existierte und eine gemeinsame Grundlage für das Gespräch am nächsten Morgen schaffte.

Da gab es zum Beispiel den unvergesslichen Maschendrahtzaun
Oder die Sendung, wo er "The Next Uri Geller" auf die Schippe nimmt.

Unter #Raabschied werden die Zuseher emotional.

Und auch die Medienhäuser dieses Landes überschlagen sich mit Portraits und Würdigungen.
Es war schön mit dir, Stefan. Kuck mal, Mariah hat auch was für dich aufgenommen.