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Welche sollen das sein?

Die Sparkasse im Hochschwarzwald hat ihren Dresscode gelockert. Mit einer großen Neuerung: 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse dürfen künftig ihre Tattoos zeigen – wenn diese "unauffällig" sind.

Das ist die Richtlinie eines neuen Styleguides, der für die Sparkassen in der Region ab sofort gilt. Erarbeitet wurde er von fünf Nachwuchskräften der Sparkasse Hochschwarzwald. Sie hatten seit März 2017 Zeit, sich über einen neuen Dresscode Gedanken zu machen. Die Tattoo-Erlaubnis ist nun eine der Ergebnisse.

Was nun erlaubt ist:

  • Männer müssen nicht mehr immer im Anzug kommen, auch Chinos oder Blue Jeans plus "Freizeithemd" sind erlaubt.
  • Auch Ohr- und Nasenpiercings dürfen künftig getragen werden.
  • Und Tattoos dürfen sichtbar sei, wenn sie "unauffällig" bleiben.

Die Idee zum neuen Dresscode kam vom Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Jochen Brachs. "Die meisten Banken haben Dresscodes", sagt er zu bento. "Also haben auch wir ein Update gebraucht." 

Aber was genau bedeutet "unauffällig"? bento hat mit Jasmin Siebler von der Sparkasse in Titisee-Neustadt gesprochen.

Jasmin ist 26 und war Teil des Dresscode-Teams. "Unauffällig heißt, ohne politische oder religiöse Statements und nicht zu groß", sagt sie. Ein zutätowierter Arm zum Beispiel ist also zu viel, ein kleines Tattoo am Fußknöchel ok. Jasmin selbst trägt dort einen Spruch, "aber einen sehr unauffälligen".

Auch sonst würden nun nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter blank ziehen oder ins Tattoo-Studio rennen. Aber:

Eine Kollegin aus Titisee freut sich schon, dass sie ihr Tattoo nicht länger verheimlichen muss.

Beim Dresscode-Update gehe es aber weniger um Tattoos, sondern darum, sich dem Zeitgeist anzupassen. Und besser auf die Kunden zu achten. 

Die konservative 75-Jährige vom Schwarzwalddorf will weiterhin ihren Bankberater im Anzug, aber jüngere Kunden würden sich eben auch über Berater freuen, die ihnen ähnlich sind. "Unsere Leute sollen lernen, sich besser auf den Kunden einzustellen", sagt Jasmin.

Nur in einer Sache gibt's noch keine Neuerung, sagt Jasmin: kurze Hosen.

Flip-Flops, kurze Hosen und Miniröcke würden weiter verboten bleiben. "Das passt einfach nicht ins Büro", sagt sie.

Unser Redakteur Basti sieht das übrigens ein bisschen anders:


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