Drei Menschen aus Simbach am Inn berichten
Was ist passiert?

Ein schweres Hochwasser hat einzelne Städte in Niederbayern überschwemmt. Mindestens fünf Menschen starben, drei weitere Personen werden noch vermisst. Viele Menschen harren noch ohne Strom aus (SPIEGEL ONLINE).

Besonders schwer sind die Schäden in den Orten Simbach am Inn, Tann und Triftern im Landkreis Rottal-Inn an der Grenze zu Österreich. Sie liegen ersten Schätzungen zufolge in zweistelliger Millionenhöhe (Süddeutsche).

Ganze Straßen wurden weggespült und zahlreiche Häuser geflutet. Polizei und Rettungskräfte suchen nach möglichen weiteren Opfern (Tagesschau).

So haben die Anwohner das Hochwasser erlebt
Dustin Daniels, 26, wohnt in Simbach am Inn
(Bild: Dustin Daniels)
"Ich lebe im dritten Stock eines Apartments in Simbach. Von meinem Schlafzimmerfenster aus kann ich auf einen kleinen Bach schauen, davor liegt ein Feld. Das Feld wurde schnell überflutet, aber es sah zunächst gar nicht so schlimm aus. Es war eigentlich nur stehendes Wasser. Später kam am Mittwochnachmittag plötzlich noch mehr Wasser aus dem Norden – aus dem Feld wurde ein Fluss."
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"Ich trainiere ein American-Football-Team. Mein Mitbewohner und ich sind dann aufgebrochen, um zu helfen. Ein Spieler aus meinem Team rief mich an, weil das Haus seiner Eltern geflutet war. Wir haben das Wasser mit Eimern aus dem Keller geschöpft.

Heute haben wir den ganzen Tag Schlamm aus dem Keller und von der Terrasse meines Apartments geschaufelt. Es sieht so aus, als ob die Terrasse dauerhaft beschädigt ist."
Dieter Moser, Besitzer von Checker Fitness, eines Fitnessstudios direkt neben dem Simbach
Dieter Moser (in der Mitte) mit Mitarbeitern
"Mein Fitnessstudio liegt zum Glück fünf Zentimeter höher als der Rest der Straße und wurde nicht so stark beschädigt. Meine Frau und ich sind gestern Mittag nach Altötting gefahren, als wir zurückkamen, war Simbach bereits überschwemmt. Ich kann gar nicht fassen, was für ein Glück wir hatten. Aber um das Center herum sieht es fürchterlich aus. Der Damm des gleichnamigen Simbaches ist gebrochen und das Wasser ist in die Häuser gelaufen.

Weiter außerhalb befindet sich ein Sägewerk am Bach. Das hat die Flut komplett abgeräumt und nach Simbach gespült. Das Holz hat alles mitgenommen, was sich im Weg befand. Es wurden ganze Straßenteile mitgerissen, sie liegen jetzt als große Asphaltplatten herum."
Es ist alles zerstört.
Margot Schwarzl aus Simbach
Margot Schwarzl, 42, arbeitet in einem Juwelierladen, der nur 200 Meter vom Bach entfernt ist.
"Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Geschäfte an der Innstraße schnell wieder aufgebaut werden. Es ist alles zerstört. Auch in meinem privaten Haus steht das Wasser im Keller. Für Simbach ist das eine Katastrophe. Zum Glück gibt es unglaublich viele freiwillige Helfer, die nun anpacken."
Droht noch mehr Starkregen?

Ja – besonders in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Für die nächsten Tage kündigen Meteorologen erneut starke Regenfälle an. Bis Montag kann es im gesamten Bundesgebiet immer wieder zu Gewittern kommen. In den betroffenen Gebieten in Südbayern sind laut Deutschem Wetterdienst unwetterartige Mengen über 40 Liter pro Quadratmeter in sechs bis zwölf Stunden möglich (SPIEGEL ONLINE). Der erneute Regen dürfte die Aufräumarbeiten erschweren.

"Das Problem am Mittwoch war, dass die Gewitter sich nicht vom Fleck bewegt haben", erläutert Diplom-Meteorologe Sebastian Wache. "Deshalb ist an einigen Orten innerhalb weniger Stunden so viel Regen gefallen wie sonst in zwei Monaten."

Außerhalb Bayerns müssen sich vor allem die Menschen in Nordrhein-Westfalen auf schwere Gewitter einstellen. Im Kreis Wesel wurde jetzt schon Katastrophenalarm ausgerufen. Derzeit kämpfen Helfer mit Sandsäcken gegen einen Dammbruch der Issel. "In Nordrhein-Westfalen geht die größte Gefahr allerdings eher von Windböen und Blitzschlägen aus", sagt Sebastian Wache. Durch den starken Wind werden die Gewitter wohl schneller weiterziehen als zuvor in Bayern.

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