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Drei Fragen und Antworten zum schwedischen Sicherheitsvorschlag für Sextoys

Sexspielzeuge sollen eigentlich Vergnügen bereiten. Aber es kann auch einiges schief gehen. In Schweden gab es dazu jetzt Untersuchungen. Das Ergebnis: Sexspielzeuge bleiben häufiger mal stecken. Bald könnte eine Sicherheitsrichtlinie für Sexspielzeuge helfen, Sexunfälle zu verhindern. (The Local)

1 Wie kommen die Schweden auf die Richtlinie? 

Eine im Juli 2018 im "Journal of Colorectal Desease" veröffentlichte Studie hat ergeben, dass zwischen 2009 und 2017 insgesamt 85 schwedische Patienten behandelt werden mussten, weil Fremdkörper in ihrem Rectum und Anus stecken geblieben sind. 41 Prozent der Objekte waren Sextoys. Die Forscherinnen und Forscher schlagen deshalb vor, dass es helfen könnte, Sexspielzeuge mit einer Rückholschnur zu versehen oder einen Stopper zu integrieren. 

2 Wie wollen die Schweden den Gebrauch von Sexspielzeug sicherer machen?

Die Swedish Standards Industry (SIS) ist eine von drei schwedischen Normungsorganen. Anlässlich der Studie schlägt sie vor, Sicherheitsstandards im Sextoy-Bereich einzusetzen. Über die genauen Richtlinien sollen Hersteller und Konsumenten mitentscheiden können.

Plötsligt händer det. Sexleksaker standardiseras. Standarden ska komma till nytta för såväl konsumenter, tillverkare,...

Posted by SIS, Swedish Standards Institute on Thursday, October 4, 2018

Anna Sjögren vom SIS kommentierte den Vorschlag der Richtlinie als wichtig, weil Sexspielzeug auf der ganzen Welt genutzt werde, es aber keine Studien über damit zusammenhängende Verletzungen gebe. (Daily Mail)

Diese Produkte werden überall genutzt. Deshalb ist es wichtig, einen Sicherheitsstandard zu entwickeln und ihn global zu verbreiten.
Anna Sjögren

3 Wie geht es mit dem Richtlinienvorschlag weiter? 

Bisher gibt es noch keine Sicherheitsstandards für Sexspielzeuge. Das SIS will seinen Richtlinienvorschlag der Internationalen Organisation für Normung (ISO) vorlegen und erhofft sich, dass er nicht nur in Schweden, sondern auch international übernommen wird.

Jeder Sextoy-Hersteller und -verkäufer habe zwar seine eigenen Testmethoden für die Produkte, jedoch würde eine generelle Sicherheitsrichtlinie die Produktqualität stärker sichern, so Sjögren. Die Richtlinie könne zwar Verletzungen beim Sex mit Spielzeugen nicht verhindern, aber die Fallzahl senken.

Vielleicht lesen die Herstellerfirmen von Sexspielzeugen auch den Vorschlag des Forscherteams und integrieren wirklich ein Rückholband an Dildos oder Vibratoren. 



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Warum Juden nichts von den "Juden in der AfD" halten
Wenig überraschend: Auch ein AfD-Politiker hat was gegen die "Juden in der AfD"

Das Holocaust-Denkmal in Berlin ein "Denkmal der Schande", die Nazizeit ein "Vogelschiss": Diese Worte stammen nicht von irgendwelchen Hinterbänklern in der AfD; Björn Höcke und Alexander Gauland haben sich so geäußert. Sie sind zwei der wichtigsten AfD-Politiker, bestimmen maßgeblich den Kurs der Partei, immer wieder verharmlosen sie die Nazizeit.

Trotzdem haben sich am Sonntag die "Juden in der AfD" gegründet. Auf den ersten Blick ist das ein Widerspruch, hier kommen die Antworten auf die drei wichtigsten Fragen zur Organisation: 

1 Was steckt hinter der Vereinigung – und was ist ihr Zweck?