Bild: Matias Castello / EyeEm

Männer, die sich gegenüber Frauen als Macho aufspielen, gefährden womöglich ihre psychische Gesundheit. Darauf deutet eine neue Studie von Psychologen der Indiana University of Bloomington hin, die diese Woche im Journal of Counseling Psychology veröffentlicht wurde. (mashable.com)

"Sexistische Einstellungen sind also nicht nur ungerecht, sie schaden auch den Männern, die sie äußern", so Y. Joel Wong, der Leiter der Studie.

Wong führte für die Studie Daten von 74 verschiedenen Forschungsprojekten zusammen. Diese haben den Zusammenhang zwischen bestimmten Männlichkeitsvorstellungen und psychischen Problemen untersucht. Insgesamt wurden die Daten von knapp 20.000 Teilnehmern über einen Zeitraum von elf Jahren ausgewertet. Sexistische maskuline Normen – wie die Suche nach Macht über Frauen – korrelierten dabei bei einer Vielzahl mit geringerer Lebenszufriedenheit.

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Ein möglicher Grund: Sexistische Charaktereigenschaften erschweren es demnach Männern, innige Beziehungen zu führen. Und zwar nicht nur zu Frauen, schreiben die Wissenschaftler. Auch zu Freunden und Verwandten verlieren sexistisch eingestellte Männer eher den Kontakt, weil diese sich von ihnen abwenden. Dadurch neigen sie vermehrt zu Einsamkeit und Depression, auch weil sie seltener bereit sind, sich psychologische Hilfe zu suchen.

Wong sagte: "In Zeiten, in denen ein offener Sexist gerade zum Präsidenten der USA gewählt wurde, zeigen diese Ergebnisse, dass Männer mit sexistischen Einstellungen zwar Erfolg haben können." Sie hätten aber auch einige Nachteile davon.

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