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Der Justizminister in Sachsen, Sebastian Gemkow von der CDU, steht in der Kritik: Wie kann es sein, dass der potentielle Selbstmordattentäter Jaber Al-Bakr sich im Gefängnis umbringen kann?

Es gab mal eine Zeit, da sind gewählte Politiker nach krassen Fehlern zurückgetreten. Dabei war es völlig egal, ob sie persönlich an falschen Entscheidungen beteiligt waren – sie gingen stellvertretend für die Beamten in den Behörden, die versagten.

Schließlich sind die Politiker in ihrem Amt dafür verantwortlich, alles so zu organisieren, dass Fehler gar nicht erst passieren. Oder zumindest, dass Fehler erkannt und behoben werden, bevor es zur Katastrophe kommt.

Jetzt ist in Sachsen eine Katastrophe eingetreten – und Sebastian Gemkow tritt nicht zurück, er klammert sich ans Amt und hält sich für unersetzlich. Rücktritt? "In meinen Augen wäre das eine Flucht vor dem was jetzt hier aufzuklären ist", sagt Gemkow.

Anfang der Woche wurde der Terrorverdächtige Jaber Al-Bakr in Leipzig festgenommen, nachdem er von drei Syrern erkannt, überwältigt und der Polizei übergeben worden war. Am Mittwoch wurde Al-Bakr tot in seiner Zelle gefunden.

Vielleicht muss dem Minister mal jemand "politische Verantwortung" erklären.


Gerechtigkeit

"Ihh, eine Frau!": Erinnerst du dich noch an die Foto-Lovestorys der "Bravo"?
Ein 18-Jähriger sammelt Ausschnitte – und findet: Vieles ist nur auf den ersten Blick lustig.

Die Dialoge sind so einfach wie plump. "Hihi, ich mag es, wenn du mir auf den Po haust" oder "Du bist in Reality noch viel hübscher als im Internet!" – so unterhalten sich die Menschen, die in der Foto-Lovestory der "Bravo" auftreten.

Wir erinnern uns: Die Lovestory füllt die paar Seiten in der Jugendzeitschrift, auf denen es zwischen "Dr. Sommer" und den Beauty-Tipps um "Gefühlschaos, Liebeskummer und Kribbeln im Bauch" geht, so schreibt "Bravo" selbst.