Das Video ist einfach zu lustig.

Manchmal ist Schadenfreude die schönste Freude. Bei Twitter verbreitet sich gerade ein Video, in dem ein Mann während einer Protest-Aktion in Seattle versucht, ein antifaschistisches Plakat zu zerreißen – und dabei kläglich scheitert. 

Hier kannst du dir die Verzweiflung eine Minute und 41 Sekunden lang im Video anschauen: 

Was passiert in dem Video?

Der Mann versucht ein Plakat mit dem Satz "Nein! Im Namen der Menschlichkeit. Wir weigern uns, ein faschistisches Amerika zu akzeptieren!" zu zerreißen. Währenddessen hört man im Hintergrund, wie Menschen ihn ironisch anfeuern: "Das ist hier eine sehr gebildete Stadt, es gibt hier viele Ingenieure, die dir sicher helfen können," sagt eine Frauenstimme. 

Und: "Mach es für die Jungs, die sind gerade nicht so stolz auf dich." Der Mann lässt sich von seinem Plan nicht abbringen – schafft es jedoch bis zum Ende nicht, dass Plakat in zwei Hälften zu teilen.

Auf dem Schild ist außerdem die Website "RefuseFacism.org" zu erkennen, eine US-amerikanische Organisation, die unter anderem Donald Trump kritisiert. 

Wo wurde das Video aufgenommen?

Am ersten Mai während einer "May Day"-Demonstration in Seattle. Bei den "May Day"-Protesten geht es um die Rechte von Arbeitern. In den vergangenen Jahren kam es in Seattle bei den Protesten am 1. Mai zu gewalttätigen Ausschreitungen (CNN). Auch in Deutschland waren gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten am 1. Mai in Hamburg und Berlin lange Zeit üblich.

Unter den Demonstrierenden in Seattle befanden sich unter anderem Mitglieder der "Proud Boys". Dabei handelt es sich um eine rechtsextreme Organisation für Männer, die Mitglieder fallen in sozialen Netzwerken vor allem durch sexistische und rassistische Postings auf. (Seattle Times)

Wer ist der Mann im Video?

Der Mann trägt ein T-Shirt von "Patriot Prayer" – einer rechtsextremen Organisation.

Die Aussage der Frau im Video ("Mach es für die Jungs, die sind gerade nicht so stolz auf dich.") war wohl auf die "Proud Boys" gemünzt.

In einem Facebook-Posting, das inzwischen nicht mehr verfügbar ist, äußert der Mann sich zu dem Vorfall und gibt an, kein Mitglied der "Proud Boys"-Organisation zu sein. Der Grund: Er habe eine eigene Organisation gegründet, die sich "Club USA" nenne. Einen großen Unterschied zwischen den Organisationen sehe er aber nicht.


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