Bild: Getty Images / Chip Somodevilla
Falsch.

Trumps Pressesprecher Sean Spicer hat bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus Unsinn erzählt. Er verglich den syrischen Diktator Assad mit Adolf Hitler. Im Gegensatz zu Assad hätte Hitler keine Chemiewaffen eingesetzt, nicht im 2. Weltkrieg und auch nicht gegen seine eigenen Leute, behauptete Spicer.

Nicht einmal Hitler hat Chemiewaffen eingesetzt"
Sean Spicer

Das ist falsch. Deutsche Soldaten haben mehrere Millionen Menschen, vor allem Juden, in Konzentrationslagern umgebracht. Viele von ihnen wurden mit Zyklon B vergast.

Von Reportern darauf angesprochen, versuchte Spicer, sich zu erklären. Was es nicht besser machte, denn in der Folge sprach er von "Holocaust Centern", nicht von Konzentrationslagern. 

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Man könnte auf die Idee kommen: Hier hat jemand überhaupt keine Ahnung.

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Nach der Pressekonferenz rechtfertigte er sich deutlicher: "Ich habe in keiner Weise versucht, die Abscheulichkeit des Holocausts zu schmälern", sagte er. Es sei ihm um die Unterscheidung gegangen, chemische Waffen über Bevölkerungszentren einzusetzen. (New York Times)

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Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar hatte es das Weiße Haus geschafft, in einer Pressemitteilung Juden mit keinem Wort zu erwähnen. Anschließend hieß es zur Verteidigung, man habe eben aller Opfer des Nazi-Terrors Gedenken wollen. (Vox)

Korrektur: Deutschland hat für den Zweiten Weltkrieg Giftgas hergestellt, aber nicht im Krieg eingesetzt. Danke an den Hinweis, Stefan Niggemeier! Mehr dazu zum Beispiel in der Berliner Zeitung.


Today

So solidarisch zeigen sich die BVB-Fans nach dem Angriff in Dortmund
"You'll never walk alone"

Auf den Schock folgt die Solidarität: Nachdem der Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am Dienstagabend durch drei Explosionen beschädigt und ein Spieler verletzt wurde, bieten Dortmunder den Fans von Gegner AS Monaco ihre Unterkunft an. Der BVB startete einen Aufruf unter dem Hashtag #bedforawayfans. 

Das Champions-League-Spiel soll bereits am morgigen Mittwoch um 18.45 Uhr nachgeholt werden. Mit der Aktion sollen die Fans aus Monaco die Möglichkeit bekommen, nicht wieder abreisen zu müssen. Was wir bislang über den Vorfall wissen lest ihr hier.