Bild: Pontus Lundahl/ dpa
Das erste Mal seit mehr als 50 Jahren

Die schwedische Regierung will die Bevölkerung für den Ernstfall wappnen. Sie lässt deshalb eine Broschüre verteilen, die erklären soll, was zu tun ist, falls es eine Krise geben sollte. Oder einen Krieg. (bento)

Die Infoblätter werden in den kommenden Wochen an alle Haushalte im Lande verschickt. Das sind 4,8 Millionen. 

Auf 20 Seiten erfahren die Schweden, wie sie sich auf Krisensituationen vorbereiten können. Ist das übertriebener Alarmismus? Oder einfach nur gute Vorsorge? Die wichtigsten Fragen und Antworten: 

Warum macht Schweden das?

Es ist das erste Mal seit mehr als 50 Jahren, dass die Regierung eine solche Broschüre verteilen lässt. Wer vorbereitet sei, trage maßgeblich dazu bei, dass das Land eine große Belastung bewältigen könnte, heißt es darin. "Obwohl Schweden sicherer ist als andere Länder, gibt es trotzdem Bedrohungen unserer Sicherheit und Unabhängigkeit." Damit meint die Regierung zum Beispiel Terrorangriffe. 

Ähnliche Broschüren wurden erstmals 1943 während des Zweiten Weltkriegs herausgegeben. Bis 1961 gab es mehrere aktualisierte Auflagen. (SPIEGEL ONLINE

Hintergrund sind die Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 sowie jüngere Vorfälle, bei denen russische Flugzeuge und U-Boote in schwedisches Gebiet vorgedrungen sein sollen. Die Regierung in Stockholm beschloss 2016, die Militärausgaben wieder zu steigern.

Ein wichtiges Thema: Welche Nahrung sollte man immer im Haus haben?

Ein Auszug:

  • Kartoffeln
  • Milchpulver
  • Mindestens drei Liter Wasser pro Person pro Tag
  • Reis
  • Marmelade
  • Kaffee
  • Schokolade
  • Nüsse
  • Käse
  • Linsen

Und was steht noch drin?

Zum Beispiel, was einzelne Warnsignale bedeuten. Oder wo Bombenschutzkeller zu finden sind. Oder wie die Bevölkerung zu Schwedens Verteidigung im Falle des Falles beitragen kann. Wie man an sauberes Wasser kommt und wie kalorienreiche Lebensmittel zuzubereiten sind. 

Die Broschüre soll die Leser auch auf Cyber- und Terrorattacken vorbereiten, es gibt Abschnitte über den Klimawandel und eine Seite darüber, wie Fake News zu erkennen sind.

(Bild: Schwedisches Verteidigungsministerium)

Gibt's das auch für Deutschland?

Ja, da gibt es ein sogenanntes Zivilschutzkonzept. Der damalige Innenminister Thomas de Mazière (CDU) hat 2016 eine Neuauflage veranlasst. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe riet dazu, die Vorratsspeicher so zu bestücken, dass sich ein Haushalt zwei Wochen lang eigenständig versorgen kann. Das gilt aber grundsätzlich und nicht erst dann, wenn die Gefahrenlage schon da ist.


Mit Material von dpa


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"Gönn dir!" – 20 lustige Antworten von Alexa, Siri und Cortana

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Es ist ein unterhaltsames Hobby, Sprachassistenten auf ihr Wissen abzuklopfen und den Humor der Entwickler auf die Probe zu stellen. Alexa, die Wohnzimmer-Assistentin von Amazon, zeigt sich im Praxistest vor allem bei Scherzfragen ziemlich schlagfertig und überrascht mit vielen frechen Antworten. Vor allem bei Science-Fiction-Filmen wie "Star Wars" und "Star Trek" trumpft die digitale Helferin auf.