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351 Massenschießereien gab es in den USA im Jahr 2015 - eine schockierende Bilanz. Bereits jetzt kam es also statistisch betrachtet zu mehr als einer Schießerei pro Tag. Der jüngste Vorfall in San Bernardino hat 14 Menschenleben gekostet (bento).

Die Zahlen zu den Massenschießereien stammen von Reddit. Dort werden im Subreddit /GunsAreCool die Vorfälle aufgelistet. Um es auf diese grausame Liste zu schaffen, müssen bei der Schießerei mindestens vier Menschen entweder verletzt oder ums Leben gekommen seien. Diese Definition hat das FBI selbst lange Zeit angewendet.

Auf der Website shootingtracker.com werden die Vorfälle festgehalten - samt Quelle zum entsprechenden News-Artikel.

Die "Washington Post" hat auf Grundlage dieser Daten einen Kalender erstellt, aus dem ersichtlich wird, an welchen Tagen eine Massenschießerei stattgefunden hat.

So findet zwar nicht jeden Tag eine solche Schießerei statt, dafür aber an machen Tagen sogar mehr als drei. Die Vorfälle sind mit grau, gelb, orange und rot hinterlegt. Das Ereignis in San Bernardino ist noch nicht eingetragen.

Um einen Überblick dafür zu bekommen, wie viele Menschen durch Waffengewalt in den USA sterben, hat "Vox" eine Infografik erstellt. Die Datenspezialisten kommen zu dem Ergebnis, dass Schießereien in den USA zwischen 2001 und 2013 mehr Todesopfer gefordert haben als Krieg, Drogenmissbrauch und Aids zusammen.

Gerade der Blick auf den internationalen Vergleich öffnet einem die Augen. Mic.com hat eine Grafik erstellt, die aufzeigt, wie viel mehr Menschen in den USA an Waffengewalt sterben als etwa in Deutschland, Italien oder England.


Auf Twitter verdeutlicht Igor Volsky, Mitarbeiter von Think Progress, mit einer Serie an Tweets, woran es liegen könnte, dass trotz der unfassbaren Anzahl an Todesopfern Waffen immer noch eine so gute Lobby haben:

Die National Rifle Association, kurz NRA, gibt sehr viel Geld aus, um loyale Politiker ins Amt zu heben beziehungsweise sie im Amt zu halten.


Nach den Vorfällen in San Bernadino fordert nun US-Präsident Obama wieder schärfere Waffengesetze. Doch ob die kommen, ist mit Blick auf das Geld der Waffenlobby fraglich.


Die über 300.000 Todesopfer durch Schießereien seit 2001 würden dadurch nicht wieder lebendig. Sie wurden erschossen, durch Waffen, die eigentlich verboten gehören.