"Schlag sie"

Burger King hat Ärger in Saudi-Arabien wegen einer Werbekampagne zum Ende des Fahrverbots für Frauen. Das Problem: der zweideutige Name des Aktions-Burgers.

Was hat Burger King gemacht?

"Burger King feiert Saudi-Arabiens Frauen hinterm Steuer" – so kündigte die Fast-Food-Kette eine Werbeaktion zur Aufhebung des Fahrverbots in dem Königreich an. Autofahrerinnen sollen noch bis zum 24. Juli am Drive-Thru in Saudi-Arabien einen kostenlosen Burger bekommen. Doch die Kampagne ging nach hinten los.

Um "diese historische Wende zu feiern", habe man extra einen speziellen "Whopper" für Frauen hinterm Steuer kreiert, den "WhoppHer", hieß es in der Pressemitteilung. Und genau dieser Name löste nun Kritik aus: "To whop" bedeutet umgangssprachlich auch "verdreschen" – zusammen mit den Buchstaben "her" wird die Sache besonders kritisch: Der Name könnte so nämlich auch als Aufforderung "Schlag sie" ("whop her") verstanden werden.

Besonders heikel ist das in einem Land, in dem Frauen laut Amnesty International "nicht ausreichend vor sexualisierter Gewalt und anderen Gewalttaten geschützt" werden. Ein Sprecher von Burger King sagte dem SPIEGEL: "Es war in keiner Weise unsere Absicht, zu Gewalt aufzurufen oder eine Personengruppe zu diskriminieren." Das Wortspiel habe lediglich den Fokus auf Frauen lenken sollen. Die Kampagne wird ihm zufolge weiterlaufen.

Das war nicht die erste Kampagne von Burger King, die in die Hose ging.

Erst vor wenigen Wochen entschuldigte sich die Kette für eine Anzeigenkampagne während der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland: Sie hatte Frauen die lebenslange Versorgung mit Hamburgern und eine Geldprämie in Aussicht gestellt, wenn sie von einem Spieler des Turniers schwanger würden. Nach Kritik zog Burger King die Werbung zurück und kündigte an: "Wir leiten Schritte ein, um sicherzugehen, dass so etwas nicht noch einmal passiert."


Dieser Artikel ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen


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