Bild: dpa / Ahmed Yosri

Bei den Wahlen im Königreich Saudi-Arabien ist am Samstag erstmals eine Frau zur Gemeinderätin gewählt worden: In Madrakah, nahe der heiligen islamischen Stadt Mekka, setzte sich Salma bent Hisab al-Oteibi durch, das meldete die amtliche Nachrichtenagentur SPA am Sonntag. Damit ist Salma bent Hisab al-Oteibi die erste gewählte kommunale Politikerin.

Warum ist das wichtig?

In Saudi-Arabien durften Frauen am Samstag zum ersten Mal überhaupt wählen - wenn auch nur die Gemeinderäte. Insgesamt gab es 6900 Kandidaten, 980 davon waren Frauen. Ein guter Anfang - und trotzdem ist das Land noch immer ultrakonservativ.

Was saudischen Frauen verboten ist
  1. Autofahren
  2. In die Öffentlichkeit gehen ohne Abaya, ein schwarzes Gewand, das den Körper von Hals bis zu den Füßen bedeckt.
  3. Reisen, ohne dass der männliche Vormund zugestimmt hat.
  4. Heiraten, ohne dass der männliche Vormund zugestimmt hat. Es gibt kein gesetzliches Mindestalter, Teenager können mit älteren Männern verheiratet werden.
  5. Arbeiten, ohne dass der männliche Vormund zugestimmt hat.
  6. In bestimmten Jobs arbeiten.
  7. Geschäfte machen. Frauen saudischer Staatsangehörigkeit sind nicht voll geschäftsfähig.
  8. Unbekannte Männern in der Öffentlichkeit treffen.