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In seiner Karriere hat Samy Deluxe schon sehr viel ausprobiert, doch für Fußball hat der Rapper offensichtlich nur Verachtung übrig. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er jetzt: "Für mich ist er der Inbegriff des Rassismus." Und:

Die salonfähigste Art, Rassismus in Deutschland zu promoten, ist Fußball.
Samy Deluxe

Zur Begründung verwies der inzwischen 41-Jährige auf die Auseinandersetzungen zwischen den Fans verschiedener Vereine und die regelmäßige Überhöhung des eigenen Klubs und schlussfolgerte: "Mit derselben Logik könnte man auch meinen, dass die eigene ,Rasse' überlegen ist."

Auch sonst stört sich der Musiker offensichtlich daran, welche Rolle Fußball in der deutschen Gesellschaft spielt: "Wenn nach einem Spiel irgendwelche Prügeleien ausbrechen, wird nie der Fußball dafür verantwortlich gemacht. Wegen solcher Vorfälle wurde noch nie ein Verein verboten."

Anders als bei seiner Musik, meint Deluxe: "Wenn zum Beispiel bei zwei oder drei Rap-Konzerten in Hamburg Leute abgestochen werden, würde es dort nie wieder solche Konzerte geben. Fußball hat einfach einen krassen Freifahrtschein." 

Ob er schon einmal einen solchen Fall erlebt hat, sagte er nicht.

Dafür hat er zum Rechtsruck in Deutschland eine klare Haltung – wenn auch offenbar mit dezenter Verspätung: "Ich habe immer gesagt, dass ich mich von der Panik nicht anstecken lasse. Mittlerweile sehe ich aber den Ernst der Lage. Die AfD ist keine Eintagsfliege, kein bloßer Hype."

Während er sich in der Vergangenheit jahrelang als Nichtwähler bezeichnete und schon vor knapp 15 Jahren über das Thema auch rappte ("Und scheiß auf Politik, wir gehen nicht wählen, weil es scheint, als ob unsere Stimmen eh nicht zählen" – aus "Generation", 2004), will Samy Deluxe angesichts der derzeitigen Debatte inzwischen offenbar doch von seinem Wahlrecht Gebrauch machen und empfiehlt im aktuellen Interview: "Jeder sollte wählen gehen, damit diese Idioten nicht noch erfolgreicher werden."


Grün

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