Bild: imago/Julia Pfeifer
Kein gutes Beispiel.

Die Bundesregierung möchte in Zukunft die Anzahl der Beschäftigten, die ohne Sachgrund einen befristeten Vertrag haben, verringern – dabei beschäftigt sie selbst etwa 7900 Menschen, mit einem solchen Arbeitsvertrag. Das zeigte die Anfrage des FDP-Abgeordneten Otto Fricke. (Rheinische Post)

Im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD wurde festgeschrieben, dass in Zukunft Betriebe, die mehr als 75 Menschen beschäftigen, nur bis zu 2,5 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sachgrundlos befristen dürfen. Die Bundesregierung beschäftigt derzeit insgesamt 7877 ihrer Angestellten befristet ohne Angabe eines konkreten Grundes – und übersteigt damit deutlich den Wert, den sie selbst bald festschreiben will. 

Allein im Innenministerium sollen der Anfrage von Otto Fricke zufolge 4541 von 5595 Mitarbeitern sachgrundlos beschäftigt sein. (Welt.de)

Laut der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di dürfen Menschen entweder "zeitbefristet" oder "zweckbefristet" eingestellt werden, also über einen bestimmten Zeitraum oder für einen bestimmten Zweck, etwa ein Projekt. Laut Gesetz haben Unternehmen aber auch die Möglichkeit, einen Arbeitsvertrag ohne sachlichen Grund zu befristen. (Ver.di

Diese Möglichkeit möchte die Bundesregierung in Zukunft bei 2,5 Prozent deckeln – und geht selbst mit keinem guten Beispiel voran. 


Fühlen

Was mit zwei Freundinnen passiert, wenn die eine schwanger wird
Die eine wird bald Mama, die andere nicht – und jetzt?

Wie verändert sich eine Freundschaft durch die Geburt eines Babys? Kann es trotzdem gelingen, in Kontakt zu bleiben – und Dinge miteinander zu teilen, die einem wichtig sind?

Mila ist 30 Jahre alt. Theoretisch alt genug, um ein Kind zu bekommen. Theoretisch – denn in ihrem Leben spielte das Thema bisher keine Rolle. Die einzigen, die hin und wieder nachfragen, warum noch kein Enkelkind auf dem Weg ist (geschweige denn der passende Mann dazu), sind ihre Eltern.

Mila selbst kann sich zwar gut vorstellen, eines Tages eine Familie zu gründen. Doch dazu müsste sie erstmal eine Beziehung führen. Auch in ihrem Freundeskreis spielte das Kinder-Thema bisher keine Rolle. Bis zu einem Herbsttag vor zwei Jahren, als Milas beste Freundin Jule anrief.