Bild: Silas Stein/dpa
Zwei Fragen und Antworten zum Streik

Die Pilotengewerkschaft Cockpit und die für die Kabinencrew zuständige Gewerkschaft Ver.di haben für Mittwoch erneut massive Flugausfälle bei Ryanair angekündigt. Grund hierfür ist ein erneuter Streik der Angestellten, der sich dieses Mal über 24 Stunden ziehen soll. 

Welche Flüge sind betroffen?

Das ist noch nicht bekannt. Allerdings ist zu erwarten, dass die meisten Ryanair-Flieger auf dem Boden bleiben. Ein ähnlicher Streik wurde vor etwa einem Monat durchgeführt. Bei dem Streik am 10. August wurden etwa 400 Flüge gecancelt. Betroffen waren damals etwa 55.000 Fluggäste. Etwa ein Drittel der Flüge konnte dennoch stattfinden, weil die Maschinen aus Ländern kamen, in denen nicht gestreikt wurde (SPIEGEL ONLINE).

Warum streiken die Angestellten von Ryanair?

Das hat unterschiedliche Gründe. Die Pilotengewerkschaft Cockpit will bei Ryanair erstmals ein System aus Vergütungs- und Manteltarifverträgen einführen. Das würde bedeuten, dass die Piloten einen Tarifvertrag unterschreiben, der ihnen über eine längere Zeit klare Angaben zu Gehalt und Arbeitsbedingungen bietet. Dies will Ryanair verhindern und verweist auf die hohen Gesamtgehälter der Piloten und Co-Piloten. 

Die Mitglieder der Kabinencrew werden durch die Gewerkschaft Ver.di vertreten. Ver.di nannte die Gehaltsangebote von Ryanair für die Flugbegleiter "völlig indiskutabel." Die Gehälter seien "so niedrig, dass sie nicht ausreichen, um einen auskömmlichen Lebensstandard zu sichern. Dazu kommen schlechte Arbeitsbedingungen und ein massiver Druck auf die Beschäftigten", so Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.

Mit Material von dpa


Today

"Warmherziger" Brief: Donald Trump und Kim Jong Un planen zweites Treffen
Zwei Fragen und Antworten zur Ankündigung

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wollen ein zweites Treffen organisieren. Das erklärte Trumps Sprecherin Sarah Sanders in Washington.