Bild: Boris Roessler/dpa
Vier Fragen, vier Antworten

Die Fluggesellschaft Ryanair hat europaweit 300 Flüge abgesagt. Grund ist ein Streik von Flugbegleitern in gleich mehreren Ländern. Gestreikt wird bis einschließlich Donnerstag an den Ryanair-Basen in Spanien, Portugal und Belgien.

Betroffen sind nun mehrere Ryanair-Verbindungen von und nach Deutschland. 

Die wichtigsten Antworten:

Wo erfahre ich, ob mein Flug betroffen ist?

Das bleibt leider unklar, eine Übersichtsseite gibt es nicht. Ryanair hatte sich vorab geweigert, eine komplette Liste der vom Streit betroffenen Flüge herauszugeben. Allerdings gab das Unternehmen an, alle Betroffenen vorab zu informieren.

Das heißt: Wenn du nichts gehört hast, geht dein Flieger höchstwahrscheinlich.

Was auch klar ist: Alle Flüge nach Spanien, Portugal und Belgien sind am Mittwoch gecancelt. Das gab Ryanair Dienstagabend via Twitter bekannt:

In Sachen Italien könnten am Mittwoch grundsätzlich alle Flughäfen betroffen sein – denn auch dort streikt eine Gewerkschaft.

Wie sieht die Lage in Deutschland aus?

  • Am Flughafen Köln/Bonn sind für Mittwoch und Donnerstag je acht Starts und Landungen gestrichen.
  • In Berlin-Schönefeld wurden für die beiden Tage zusammen sieben Verbindungen abgesagt, weitere könnten noch folgen.
  • An anderen Flughäfen wie Memmingen, Nürnberg, Hamburg, Bremen, Dortmund oder Weeze hat Ryanair einzelne Flüge gestrichen. Immer sollte es zu Zielen in Spanien oder Portugal gehen.
  • Keine Flugabsagen gab es bis Dienstagabend in München, Stuttgart und Frankfurt am Main.

Wie sieht es mit Entschädigungen aus?

Ryanair gab bekannt, dass insgesamt 50.000 Kunden umgebucht werden mussten oder vollständig entschädigt wurden. Für alles weitere verweist die Fluggesellschaft nur auf ihre Webseite:

Wie geht es weiter? 

Ob es in Europa weitere Streiks gibt, wird sich zeigen. Die deutschen Gewerkschaften für Piloten und Flugbegleiter haben bislang keinen Arbeitskampf bei Ryanair ausgerufen. Bei der Vereinigung Cockpit läuft aber eine Urabstimmung bis Ende Juli – hat sie Erfolg, könnte es auch in Deutschland zum Streik kommen.

Die Gewerkschaften stimmen sich auf europäischer Ebene ab und setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne bei Europas größtem Billigflieger ein. 


Mit Material von dpa


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