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Ab Sonntag plündern sie einen Datenschatz.

Pro Wohnung ein Beitrag – ganz egal wie viele Fernseher, Radios oder Computer. Seit 2013 gilt ein neuer Rundfunkbeitrag für alle – 17,50 Euro pro Monat – und wer sich früher vor der GEZ drücken wollte, kommt seither nicht mehr so leicht davon.

Aber: Trotzdem gibt es viele, die sich weigern. Oder bei der Umstellung durchs Raster fielen. 

Nun könnte es schlecht für sie aussehen. 

Bisher konnte der Beitragsservice für ARD, ZDF und Deutschlandradio nicht genau nachweisen, welche Haushalte sich illegal der Beitragspflicht entziehen. Der Grund: Die Daten der Verweigerer lagen zum Teil nicht vor. 

Ab Sonntag ändert sich das – dann werden dem Beitragsservice Millionen von Daten aus den Einwohnermeldeämtern übermittelt. 

Mit einem Abgleich der bisher angemeldeten Beitragszahler sollen dann die noch unbekannten Nichtzahler entlarvt werden. 

"Die Übermittlung der Daten wird spätestens bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen sein", so der Beitragsservice auf Anfrage des Tagesspiegel. "Der Meldedatenabgleich soll sicherstellen, dass sich auch weiterhin alle Bürgerinnen und Bürger an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beteiligen." Außerdem solle mit der bundesweiten Datenzufuhr die Aktualität des Registers gewährleistet werden. 

Die Auswertung ist allerdings ein aufwendiger Prozess. Entsprechend wird die Datenverarbeitung nach erster Einschätzung der Einrichtung erst 2019 abgeschlossen werden. 

Für den Datenabgleich erwartet sie eine Kostensumme von etwa 12 Millionen Euro. Was die Nachzahlungen einbringen werden, ist laut dem Geschäftsführer des Beitragsservices Stefan Wolf "noch nicht valide abschätzbar". (Huffington Post)

Im Jahr 2016 zahlten die Beitragszahler knapp acht Milliarden Euro.


Gerechtigkeit

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