Bild: dpa/Thomas Frey

Ein simpler Schreibfehler bei den Namen zweier Helfer haben den Terroralarm bei "Rock am Ring" ausgelöst. "Die Namen der Verdächtigen waren falsch geschrieben, wiesen aber eine phonetische Ähnlichkeit mit den realen Schreibweisen auf", sagte der Präsident des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts (LKA), Johannes Kunz, der Mainzer "Allgemeinen Zeitung".

Soll heißen: Die Verwirrung um die Helfer entstand aufgrund falsch übermittelter Namen.

"Rock am Ring" war Anfang Juni für einen Abend unterbrochen worden, weil die Polizei eine konkrete Terrorgefahr nicht ausschließen konnte (bento). 

  • Die Beamten hatte einen Syrer und einen Deutschen mit syrischen Wurzeln verdächtigt, die als Aufbauhelfer Backstage-Pässe hatten.
  • Das hessische Innenministerium hatte eine Verbindung in die radikal-salafistische Szene vermutet.
  • Gegen beide lag aber laut SPIEGEL-Informationen nichts Konkretes vor. 
Wie genau entstand die Verwirrung um die Namen?

Veranstalter können vor Großveranstaltungen die Namen von beteiligten Helfern an die Polizei schicken, beim Sicherheitspersonal ist das sogar verpflichtend. Zwingend für alle Mitarbeiter ist so eine Überprüfung allerdings nicht.

Bei "Rock am Ring" wurden die Namen der Helfer weitergeleitet – im Falle der beiden Verdächtigen handelte es sich um Angestellte eines hessischen Security-Unternehmens. Ihre Namen auf der Liste waren allerdings anders abgetippt, als in ihren Ausweisen angegeben. Entsprechend konnte die Polizei beide nicht überprüfen. 

So hatten beide zwar Backstage-Pässe, aber zugleich keine legitime Akkreditierung für das Festival. 

"Rock am Ring"-Chef Marek Lieberberg war nach der ganzen Aufregung sichtbar wütend – und hatte auch direkt Schuldige gefunden:


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Vegane Produkte dürfen nicht mehr Milch oder Käse genannt werden

Kennst du die Situation? Kurz vor Ladenschluss noch einmal in den Supermarkt springen, frische Milch fürs Müsli einkaufen? Und dann greifst du statt zur Kuhmilch zur Sojamilch. Der Fehler fällt dann aber natürlich nicht an der Kasse auf, sondern erst wenn der Grill schon heiß ist. 

So oder so ähnlich muss sich das der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorstellen. Der hat nämlich am Mittwoch entschieden, dass rein pflanzliche Produkte nicht mehr unter Bezeichnungen wie Milch oder Käse verkauft werden dürfen – auch wenn Soja oder Tofu davor steht. Sojamilch, Tofubutter und Pflanzenkäse sind damit also bald Vergangenheit. 

Das Argument der Richter: Eine Verwechslungsgefahr kann für die Einkäufer nicht ausgeschlossen werden. (SWR)