Nichts gegen Roboter. Die werden uns helfen, wenn der demografische Wandel das Land in eine Zombie-Republik verwandelt hat. Oder bei der Besiedlung des Mars mit anpacken müssen. Aber was sich Googles Roboterfirma Boston Dynamics als Weihnachtsgruß ausgedacht hat, ist der Stoff für Alpträume.

Hm.

Die Rüstungsfirma baut Roboter, die selbstständig durch unwegsames Gelände krabbeln und laufen können. Einige sind groß wie Hunde, andere wie Pferde. Andere laufen aufrecht. Das Militär ist schon ganz aufgeregt. Neben bunt angestrichenen Industrie-Robotern, die nette Dinge zusammenschrauben, sehen die röhrenden Maschinen wirklich furchterregend aus.

Das wissen mutmaßlich auch die Mitarbeiter von Boston Dynamics. Also haben sie zu Weihnachten drei Roboter-Packesel vom Typ BigDog als Rentiere verkleidet und lassen einen davon eine Mitarbeiterin im Weihnachtskostüm in einer Art Schlitten über den Firmenparkplatz ziehen. Natürlich liegt kein Schnee.

Was Googles Boston Dynamics seit Jahren zusammenschraubt, auch mit Geld und im Auftrag des Militärs, ist ohnehin schon unheimlich.

Nur ein kleiner Roboter-Hund

Aber ihr kurzer Weihnachts-Werbeclip ist noch mehr als sonst ein bedrückender Blick in unsere nähere Zukunft: Der Klimawandel hat den letzten Schnee geschmolzen. Der Himmel ist immer grau von Abgasen. Das letzte Rentier ist schon vor Jahren in einem traurigen Zoo gestorben. Autonome Roboter bevölkern die Erde und spielen den Menschen etwas vor.

Noch viel schlimmer ist aber, dass auch in Zukunft an Weihnachten immer und überall "Jingle Bells" läuft.

Frohe Weihnachten!