Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
Sie möchten auf etwas aufmerksam machen

Am 16. Mai 2018 werden weltweit weiß gekleidete Gruppen von Radfahrern im sogenannten "Ride of Silence" durch die Straßen fahren. Auch in Deutschland organisieren sich schon zahlreiche Gruppen. 

Die Aktion hat einen festen Termin, den dritten Mittwoch im Mai. Und ein Anliegen: mehr Sicherheit.

Worum geht es beim "Ride of Silence" und was passiert da?

Der "Ride of Silence" steht für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und soll an tote Radfahrer erinnern. Die Organisatoren sagen: "Jedes Jahr sterben zwischen 350 und 400 Radfahrer auf deutschen Straßen – das bedeutet, dass im Durchschnitt jeden Tag ein Radfahrer in Deutschland stirbt" (ADFC). 

Er findet jedes Jahr am dritten Mittwoch im Mai in immer mehr Städten weltweit statt. Die Radfahrer tragen alle weiße oder zumindest helle Kleidung und treffen sich an einem Startpunkt. Von diesem Punkt an wird eine Route zu verschiedenen Punkten gefahren, wo ein Radfahrer bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. 

Für gewöhnlich steht an diesen Stellen ein sogenanntes "Ghost Bike", also ein weiß angestrichenes Fahrrad, das an den tödlichen Unfall erinnern soll. An diesen Stationen wird eine Schweigeminute gehalten. Auch während der Fahrt wird die ganze Zeit geschwiegen.

Letztes Jahr fuhren zum Beispiel in Berlin bei dem vom ADFC organisierten "Ride of Silence" 1.250 Radfahrer mit. (ADFC Berlin)

Woher kommt die Tradition?

Aus den USA. 2003 fand der erste "Ride of Silence" in Dallas statt, damals mehr oder weniger planlos und eher spontan per E-Mail oder mündlich organisiert. Trotzdem kamen 1.000 Radfahrer zusammen. 

Wie kann ich am "Ride of Silence" teilnehmen?

Die amerikanische Seite rideofsilence.org hat eine Übersicht zusammengestellt, wo die Touren stattfinden – inklusive Deutschland. Auch auf Facebook haben sich schon zahlreiche Gruppen und Veranstaltungen für verschiedene Städte gefunden. Es ist keine Anmeldung notwendig.

Allerdings solltest du, wenn du selbst einen großen "Ride of Silence" organisieren möchtest, diesen bei der Polizei anmelden. Die großen, zum Beispiel vom ADFC organisierten Fahrradtouren, werden nach deutschem Demonstrationsrecht mit Polizeibegleitung durchgeführt (ADFC Augsburg). 


Today

Dashcam-Urteil: Du darfst im Auto keine Videos drehen – aber diese vor Gericht zeigen
Wait what?

Im Deutschland ist es nicht erlaubt, im Auto dauerhaft Videos mit Dashcams aufzuzeichnen. Gleichzeitig ist es jedoch erlaubt, Material aus solchen Dashcams bei einem Gerichtsverfahren zu zeigen. Das hat am Dienstag der Bundesgerichtshof entschieden. (Süddeutsche Zeitung)

Die Entscheidung sorgt für Verwirrung: Dauerhaft zu filmen wird mit Bußgeld geahndet? Unfallvideos dürfen aber verwendet werden? Darum geht es in dem Dashcam-Urteil.