Bild: Reuters / Yves Herman
Die Partei hat in keiner Region gewonnen.

Bei der entscheidenden zweiten Runde der Regionalwahlen in Frankreich konnte der rechtsextremistische Front National keine Wahlregion erobern.

Die konservativen Republikaner um Ex-Präsident Nicolas Sarkozy gewannen Hochrechnungen zufolge in mindestens fünf der 13 französischen Regionen. Die Sozialisten von Präsident François Hollande und verbündete Linksparteien gewannen offenbar mindestens vier Regionen.

Worum geht es?

Bei der Regionalwahl bestimmten 44,6 Millionen wahlberechtigte Franzosen 17 Regionalräte. Der zweite Wahlgang war nötig, weil am vergangenen Sonntag keine Partei die absolute Mehrheit errungen hat.

Warum ist die Wahl so wichtig?

Es ist nur eine Regionalwahl, trotzdem dominierten nationale Themen: Sicherheit, Immigration, Terrorgefahr. Zudem lehnen die Franzosen überwiegend das Bündnis der regierenden Sozialisten von Staatschef Hollande ab. Das war die letzte Abstimmung vor den Präsidentschaftswahlen 2017 - und damit die letzte Gelegenheit, in Votum über Regierung und Präsidenten abzugeben.

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Wie lief der erste Wahlgang?

Bei der Wahl am vergangenen Wochenende hatte der Front National 6 der 13 Regionen gewonnen. Die Partei feierte damals das Ergebnis als historisch: Landesweit hatten sie im ersten Wahlgang 27,7 Prozent der Stimmen geholt, so viel wie nie zuvor. Die konservativen Republikaner um Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hatten vergangene Woche 26,7 Prozent geholt, das Bündnis der regierenden Sozialisten von Staatschef François Hollande 23,1 Prozent der Stimmen.

Daraufhin zogen die Sozialisten jene Kandidaten aus dem Rennen, die wenig Erfolgschancen hatten. Sie hatten dazu aufgerufen, die Republikaner zu wählen, um den Front National zu stoppen.

Wie rechtsextrem ist der Front National? Antworten im Video