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Deutschland hat ein Problem. Ein Problem mit Gewalt gegen die, die anders aussehen. Und die äußert sich immer brutaler: Im thüringischen Gera haben nun zwei Männer von ihrem Balkon aus auf eine Frau mit Kopftuch geschossen. Das berichten die "Thüringer Allgemeine" und die "Ostthüringer Zeitung" unter Berufung auf die Geraer Polizei.

Demnach ereignete sich der Vorfall bereits am Mittwochabend. Die beiden Männer hätten rechtsradikale Beleidigungen vom Balkon einer Wohnung gerufen. Als eine Kopftuch tragende Frau mit ihrem Kind vorbeiging, zielte einer der Männer mit einer Pistole. Er gab mehrere Schüsse ab, verletzt wurde niemand. Die Polizei wollte sich am Donnerstagabend auf Nachfrage nicht weiter zu dem Vorfall äußern.

Den Berichten zufolge konnten die Männer später in der Wohnung gestellt werden, die Waffe war nicht scharf. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei 20- und 22-jährige Geraer. Beide seien alkoholisiert gewesen. Die Frau wird als Zeugin gesucht.

Was ist in Gera los?

Gera liegt im Osten Thüringens. In der Stadt hat sich eine feste rechte Gruppe etabliert, die unter anderem über die Bürgerinitiative und Facebook-Seite "Wir lieben Gera" regelmäßig gegen Flüchtlinge hetzt. Auch lokale Märsche der Anti-Islam-Bewegung Thügida und regelmäßige Rechtsrock-Konzerte werden hier organisiert. (thueringen-rechtsaussen.net)

Nationalistisch Beschmierte Bank in Gera

Gleichzeitig gibt es ein aktives Bündnis gegen Rechts, dass regelmäßig Straßenfesten unter dem Motto "Gera – bunt, tolerant und weltoffen" veranstaltet ("Ostthüringer Zeitung"). Der Verein "Akzeptanz" versucht, Flüchtlinge und Bürger zusammenzubringen.

Liebe Freunde, Interessierte, Partner, Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche, mit ein paar Fotos unserer Tage der offenen...

Posted by Akzeptanz Gera on Montag, 21. März 2016
Auch in Sachsen gab es einen massiven Übergriff:


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