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Mit einer Großrazzia in zehn Bundesländern ist die Polizei am Dienstagmorgen gegen deutsche Islamisten aktiv geworden. Durchsucht wurden mehr als 200 Wohnungen und Büros, die größtenteils in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern lagen. Nach SPIEGEL-Informationen hat Bundesinnenminister de Maizière (CDU) außerdem den salafistischen Verein "Die wahre Religion" verbieten lassen.

Das wird den Salafisten konkret vorgeworfen

Der Verein "Die wahre Religion" wurde vor allem durch die Koran-Verteilaktion "Lies!" in deutschen Fußgängerzonen bekannt. Dabei verteilten Anhänger des Salafisten-Predigers Abou Nagie kostenlose Exemplare des Gottesbuches. Nach Überzeugung der Sicherheitsbehörden richtet sich der Verein jedoch "gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung". Vor allem wird den Anhängern aber vorgeworfen, bei ihren Verteilaktionen Interessierte als potentielle Kämpfer für den Bürgerkrieg in Syrien zu rekrutieren. (SPIEGEL ONLINE)


Darum wurde bei über 200 Razzien niemand verhaftet

Obwohl bei der aufwendigen Polizei-Aktion über 200 Moscheen, Wohnungen, Büros und Lagerräume durchsucht wurden, gab es keine einzige Festnahme. Laut Medienberichten ging es allerdings vorrangig darum, Beweismittel zu sichern und das Vermögen des Vereins zu beschlagnahmen (Stern).

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Laut Verfassungsschutz sind bislang mindestens 140 Aktivisten und Unterstützer der "Lies"-Bewegung nach Syrien und in den Irak gereist, um sich dort der IS-Terrormiliz anzuschließen. Mit der aufwendigen Razzia wollten die Sicherheitsbehörden vermutlich auch zeigen, dass sie Szene im Blick haben. Bis Ende Oktober sollen 870 Menschen von Deutschland aus zum IS gereist sein.

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