Bild: dpa/Boris Roessler; Montage: bento
Über eine kleine Twitter-Verwechslung


Die Deutsche Bank soll Kunden dabei geholfen haben, illegal Geld zu waschen. Am Donnerstag stürmten daher Ermittler der Staatsanwaltschaft Frankfurt und des Bundeskriminalamts die Frankfurter Zentrale der Deutschen Bank.

So eine Razzia, noch dazu bei einem Finanzriesen wie der Deutschen Bank, ist keine kleine Aktion. Kurz vor dem Zugriff war die Frankfurter Innenstadt entsprechend voll mit Einsatzwagen der Polizei

Frankfurt voller Polizisten? Das hat auf Twitter nun zu einer lustigen Verwechslung geführt.

Der ARD-Journalist Moritz Zimmermann hatte die Einsatzwagen vor der Bankzentrale gefilmt. Und per Twitter bei der Frankfurter Polizei nachgefragt, was denn da los sei:

Die Kollegen antworten prompt: Wegen eines anstehenden Fußballspiels seien Einsatzkräfte vor Ort. 

Zimmermann will das aber nicht so recht glauben und hakt nach. Er habe gesehen, wie Beamtinnen und Beamte ins Gebäude der Deutschen Bank hineingegangen sind:

Aber die Frankfurter Polizei weiß wieder eine Antwort.

Wieso geht ein Polizist im Außendienst in ein Gebäude? Klar, er muss mal!

Ob sich der Dialog nur um ein Missverständnis handelt oder die Frankfurter Polizei bewusst ablenken wollte, um die eigentliche Razzia geheim zu halten, ist hier noch unklar.

Journalist Zimmermann ist über die Auskunft in jedem Fall verblüfft:

Die Polizei hingegen nimmt ihren Toiletten-Tweet total ernst:

Erst in einem weiteren Tweet stellt sich heraus, dass es sich wohl um eine einfache Verwechslung handelte. Das Twitter-Team der Polizei dachte, es geht um jene Beamtinnen und Beamten, die schon wegen des Fußballspiels in der Stadt sind – und anscheinend auch mal ihre fünf Minuten brauchten. 

An anderer Stelle aber waren Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei mit der Razzia beschäftigt:

Aber was hat es nun mit der Razzia bei der Deutschen Bank auf sich?

Es geht um den Verdacht der Geldwäsche, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag mit. Etwa 170 Beamte der Staatsanwaltschaft, des Bundeskriminalamts, der Steuerfahndung und der Bundespolizei seien seit dem Morgen bei sechs Objekten in Frankfurt, Eschborn und Groß-Umstadt im Einsatz.

Der Verdacht: Mitarbeiter des Konzerns halfen Kunden dabei, sogenannte Off-Shore-Gesellschaften in Steuerparadiesen zu gründen und Gelder aus Straftaten zu waschen.

Konkret soll es um zwei Mitarbeiter und noch nicht näher identifizierte Verantwortliche der Deutschen Bank gehen. Das Geldinstitut hat eine Gesellschaft mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln, einem bekannten Steuerparadies. Dort sollen mehr als 900 Kunden betreut worden sein, die über ein Geschäftsvolumen von 311 Millionen Euro verfügen.

Den Beschuldigten werde nun vorgeworfen, keine Geldwäscheverdachtsanzeigen erstattet zu haben, obwohl bereits seit Beginn der jeweiligen Geschäftsbeziehungen ausreichende Anhaltspunkte dafür vorgelegen hätten, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Geschäfte kamen im Zuge der "Panama Papers" heraus, vertrauliche Unterlagen, die 2016 geleakt wurden. 

Schon damals war klar, dass viele deutsche Promis, Politiker und eben auch die Deutsche Bank in Offshore-Geschäfte verwickelt sein sollen (bento). Ab dem Sommer 2017 war das Bundeskriminalamt in Besitz der "Panama Papers" – und begann damit, sie auszuwerten. Die Razzia ist nun ein erstes Ergebnis ihrer Ermittlungen.



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