Bild: Kay Nietfeld/dpa
Die wichtigsten Fakten zu Ralph Brinkhaus

Angela Merkel war dagegen, Horst Seehofer war dagegen. Und trotzdem ist ein Mann mit dem Namen Ralph Brinkhaus am Dienstag zum Vorsitzenden der Unions-Fraktion im Bundestag gewählt worden. Er setzte sich völlig überraschend gegen Merkels Kandidaten Volker Kauder durch. Der hatte sich 13 Jahre lang dafür eingesetzt, dass CDU und CSU für Merkels Vorschläge stimmten. 

Kauder war ein Vertrauter der Kanzlerin: Seine Abwahl zeigt, wie viele Unionsabgeordnete nicht mit Angela Merkel zufrieden sind, sie offenbart den Autoritätsverlust der Kanzlerin und wirft die Frage auf: Ist sie politisch am Ende?

Das ist eine Stunde der Demokratie und da gibt es auch Niederlagen, da gibt es nichts zu beschönigen.
Angela Merkel

Aber wer ist Ralph Brinkhaus? Wer ist der Mann, der die Kanzlerin zumindest in Bedrängnis bringt?

Der 50-jährige Ralph Brinkhaus kommt aus Gütersloh in NRW. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim und arbeitet als Steuerberater und Wirtschaftprüfer. Laut seiner Website ist er seit 1998 CDU-Mitglied und seit 2009 Mitglied im Bundestag.

Was sind seine Aufgaben?

Brinkhaus ist seit 2014 in der Bundestagsfraktion von CDU/CSU für die Bereiche Finanzen, Haushalt und Kommunales zuständig. Davor hatte er die Arbeitsschwerpunkte Verbesserung der Stabilität und der Sicherheit der Finanzmärkte und Finanz- und Kapitalmarktgesetze.

Wofür steht er?

  • Brinkhaus ist in der Union für seine unaufgeregte Arbeit als Teamplayer und Finanzexperte beliebt.
  • Er ist eher medienscheu und galt bisher nicht als mächtiger Strippenzieher.
  • Seine Auftritte in Talkshows sind selten. Trotzdem konnte er bei der letzten Wahl zum Fraktions-Vize starke 99,5 Prozent der Stimmen holen. 

In der Partei gilt er als Liberaler. Sein Credo: "Gut bezahlte Arbeit ist die beste Sozialpolitik." Er setzt sich für weniger Bürokratie ein. Außerdem steht Brinkhaus für ein eher konservatives Familienbild. Familien mit Kindern will er finanziell entlasten und fördern. Er war beispielsweise am Konzept des Baukindergelds beteiligt.

Inhaltlich einer der größten Unterschiede zu Merkel:

  • In Sachen Migrationspolitik und innerer Sicherheit ist er in Vergleich zu anderen Unionspolitiker eher ein Hardliner.
  • Er fordert "konsequentes Durchgreifen" und "härtere Strafen auch bei kleineren Delikten."
  • Er betont, Deutschlands Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge und Migranten seien begrenzt und wann diese erreicht seien, müsse man jedes Jahr neu entscheiden.



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