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Stell dir vor, du hättest 1000 Euro mehr im Monat – was würdest du mit dem Geld anstellen? 


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Ganz ruhig: Der große "Hackerangriff" nüchtern betrachtet

Es geht um Telefonnummern, private Bilder, Chatverläufe, Adressen – von Angela Merkel, Casper, Jan Böhmermann und vielen weiteren Politikern, Künstlern und Promis. Über einen Twitter-Account haben Unbekannte Daten von Hunderten Menschen veröffentlicht. Der Account namens _0rbit hatte fast 19.000 Follower – bis Twitter ihn am Freitagvormittag schließich sperrte.

Die Bundesregierung ist alarmiert, der nationale Cyber-Sicherheitsrat tagt, Politiker schwadronieren schon vom "digitalen Gegenschlag" – die Reaktionen fallen heftig aus. Aber immer mit der Ruhe:

1 "Cyber-Angriff" ist der falsche Begriff

Unbekannte haben persönliche Daten veröffentlicht. Betroffen sind unter anderem Jan Böhmermann, Sido, K.I.Z., Marteria und Casper sind dabei, aber auch Youtuber wie LeFloid und Rayk Anders. Außerdem Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien – mit Ausnahme der AfD. 

  • Die Daten scheinen vor allem aus privaten E-Mailkonten zu stammen.
  • Zum Teil stammen die Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen und wurden zusammengetragen.
  • Einige der Daten sind bereits mehrere Monate alt. 

Deswegen gehen IT-Experten davon aus, dass es sich nicht um einen großen Hackerangriff handelt, sondern um eine Fleißarbeit, bei der auch bereits anderweitig gehackte Daten veröffentlicht wurden.

Die Daten stammen also wohl nicht alle aus einem großangelegten "Angriff". Wie die Unbekannten an die E-Mails gekommen sind, ist unklar. Gängig ist das Verschicken von E-Mails mit manipulierten Links oder Dateien, die von den Empfängern angeklickt werden. Phishing nennt sich diese Form des Angriffs.

Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass das Regierungsnetz gehackt wurde oder sensible Daten der Kanzlerin zugänglich gemacht wurden.

Der Twitter-Account _0rbit folgte nur wenigen anderen, darunter der Hassseite anonymousnews.ru. Ihm "gefallen" Tweets anderer Nutzer, die sich gegen Geflüchtete richten.

2 Die Politik macht sich zum Obst

Wie sehr die Regierung noch mit dem Internet fremdelt, zeigte sich am Freitag in der Bundespressekonferenz. Die stellvertrende Regierungssprecherin Martina Fietz sprach vom "Tzeiber-Abwehrzentrum". Sören Schmidt, Sprecher des Innenministeriums, spricht "Hacker-Angriff" wie Hackfleisch aus.

Aber nicht nur beim Zusehen wurde man das Gefühl nicht los, hier sprechen Leute von Dingen, von denen sie nicht besonders viel Ahnung haben. Denn verbreitet wurden die Daten seit Anfang Dezember in einer Art Adventskalender. Erst als über den (gehackten) Twitter-Account von YouTuber Simon Unge die Daten verbreitet wurden und der RBB berichtete, wurde die deutsche Cyber-Abwehr aktiv – einen Monat später.

Dann brach Hektik aus. Politiker stellen sich nun vor Mikrofone und Kameras, sehen die Demokratie in Gefahr und fordern den "digitalen Gegenschlag". Dabei wurden ganz offenbar nicht Regierungsnetze gehackt oder Staatsgeheimnise angegriffen, sondern private Daten geleakt. Das ist für die einzelnen Betroffenen unangenehm und gefährlich. Es ist aber keine Staatskrise. (SPIEGEL ONLINE)