Bild: Martin Meissner/AP/dpa
Die drei wichtigsten Antworten

Während des Finales der Fußball-WM 2018 in Moskau stürmten plötzlich vier Mitglieder der Punkrock-Gruppe Pussy-Riot das Spielfeld, wofür sie zu 15 Tagen Arrest verurteilt wurden. 

Nun wurden sie freigelassen. Und Sekunden später wieder festgenommen

Warum saßen die Pussy-Riot-Mitglieder überhaupt im Gefängnis?

Auf dem Spielfeld beim Finale der Fußball-WM 2018 passierte gar nicht so viel: Die vier Pussy-Riot-Mitglieder, drei Frauen und ein Mann, rannten in Polizeiuniformen auf das Feld. Dort umkreisten sie einige der Spieler, einer gab einer der Frauen ein High-Five. Nach kurzer Zeit wurden sie von Ordnern gestoppt und vom Rasen gebracht. Das Spiel ging weiter. (bento)

Wenig später meldete sich die Gruppe Pussy Riot via Facebook und Twitter zu Wort, reklamierten die Aktion im WM-Stadion für sich und verbanden sie ander anderem mit den Forderungen nach mehr politischem Wettbewerb, der Freilassung politischer Gefangener und dem Ende willkürlicher Festnahmen auf Demonstrationen.

Ein Gericht verurteilte die vier Beteiligten daraufhin zu 15 Tagen Arrest. 

Was ist jetzt passiert?

Diese 15 Tage sind um. Darum haben die Behörden alle vier WM-Flitzer von Pussy Riot zunächst entlassen – nur um sie danach sofort wieder festzunehmen. 

Polizisten haben die Aktivisten abgeführt, als sie die Gefängnisse in der russischen Hauptstadt verließen.

Hier kann man die Verhaftung sehen – und vor allem die Überraschung in den Gesichtern der Betroffenen.

Four members of the Russian punk band and activist group Pussy Riot were arrested again on Monday, immediately after they were released from prison over their World Cup protest. https://ti.me/2Orp0yy

Gepostet von TIME am Montag, 30. Juli 2018

Der vierte WM-Flitzer von Pussy Riot saß in einem anderen Gefängnis, wurde nach eigenen Angaben aber ebenfalls umgehend wieder festgenommen. (SPIEGEL ONLINE)

Warum wurden die Pussy-Riot-Mitglieder wieder festgenommen?

Der Grund war zunächst nicht eindeutig klar. Nach Angaben der Betroffenen werden ihnen unangemeldete öffentliche Auftritte vorgeworfen. Ihnen würden weitere Arreststrafen von zehn Tagen oder hohe Geldbußen drohen. 

Die Aktivisten seien zunächst in Polizeistationen gebracht worden, wo sie die Nacht verbringen müssen, hieß es. 


Mit Material von dpa


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