Bild: Maxim Shipenkov/EPA/dpa
2 Fragen zum Fall

Die Aktivistinnen von Pussy Riot sind zurück. Während des WM-Finales beim Spiel Kroatien gegen Frankreich rannten vier Personen in Polizei-Uniformen auf das Spielfeld und umkreisten einige Spieler. Der französische Spieler Kylian Mbappé gab einer der Frauen ein High-Five. Die Ordner stoppten die Aktivistinnen und brachten sie vom Rasen. 

Auf Twitter forderten sie danach die Freilassung politischer Gefangener und das Ende willkürlicher Festnahmen auf Demonstrationen (bento). 

Pussy Riot kennen sich mit Festnahmen aus. Drei der Mitglieder wurden selbst festgenommen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das jetzt als rechtswidrig eingestuft.

Was ist passiert?

Die Vorgeschichte: Nach der Aufführung eines "Punk-Gebets" in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale hatten russische Richter die Aktivistinnen im Jahr 2012 zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt – wegen Rowdytums aus religiösem Hass

Eine der Frauen kam wenige Monate nach dem Urteilsspruch auf Bewährung frei. Im Dezember 2013 wurden die anderen beiden begnadigt. Ein Moskauer Gericht stufte das "Punk-Gebet" als extremistisch ein und verbot es. 

Und was sagt jetzt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte?

Die Menschenrechte der Frauen seien gleich mehrfach verletzt worden. Der Gerichtshof entschied am Dienstag, Russland müsse den Aktivistinnen Schmerzensgeld zahlen. Zwei sollen 16.000, eine 5000 Euro bekommen. Außerdem haben die drei Aktivistinnen Anspruch auf 11.760 Euro Schadensersatz

Die Gefängnisstrafen seien hauptsächlich mit der bunten Kleidung der Aktivistinnen begründet worden und damit, dass die Frauen in der Kirche vor dem Altar mit den Armen gewunken, mit ihren Beinen in die Luft getreten und Schimpfwörter gebraucht hätten. 

(Bild: dpa)

Den Text des "Punk-Gebets" hätten die russischen Behörden dagegen gar nicht beachtet. Darin protestiert Pussy Riot gegen die Wiederwahl von Präsident Wladimir Putin. Es werde aber nicht zu Gewalt oder Hass aufgerufen, argumentiert der Gerichtshof. Nur dann wäre es angemessen gewesen, die Meinungsfreiheit der Frauen in Form einer strafrechtlichen Verurteilung zu beschneiden. 

Außerdem wirft der Gerichtshof Russland vor, die Aktivistinnen während ihres Prozesses gedemütigt zu haben. Die Frauen mussten in von Sicherheitsleuten abgeschirmten Glaskästen aussagen und wurden zudem von einem Hund bewacht. Russische Richter hätten außerdem die fünf Monate lange Untersuchungshaft der Frauen unzureichend begründet.

Sowohl Russland als auch die drei Beschwerdeführerinnen können das Urteil innerhalb von drei Monaten anfechten.


Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Die Queen hat wahrscheinlich heimlich Trump getrollt – mit ihren Broschen
2 Indizien, die für die Queen sprechen.

Großbritanniens Queen Elizabeth II. ist 92 Jahre alt – und hat schon viele große und nicht so große Politikerinnen und Politiker kommen sehen. Und wieder gehen sehen. Was sie von ihnen hält, sagt die Queen jedoch nicht. Politische Äußerungen gehören nicht ins britische Königshaus.

Vergangenes Wochenende war US-Präsident Donald Trump erstmals zum Staatsbesuch – und es scheint, als habe die Queen einen Weg gefunden, heimlich ihre Missgunst auszudrücken. 

Mit ihren Broschen.