Bild: Evan Vucci/AP/dpa
Drei Fragen, drei Antworten zur Aktion

Es ist die Antwort auf Donald Trumps Beschuldigung, die Medien seien die "Feinde des Volkes": Fast 350 Zeitungen in den USA haben sich zusammengeschlossen, um ein Zeichen gegen den US-Präsidenten zu setzen. Wie "SPIEGEL ONLINE" berichtet, habe der Boston Globe die Initiative gestartet. Daraufhin schlossen sich mehr und mehr überregionale und lokale Zeitungen, sowie viele TV-Sender an.

Was haben die Redaktionen abgesprochen?

In jedem der Blätter erschien ein Leitartikel mit einer kritischen Auseinandersetzung von Trumps Attacken auf die freie Presse in den USA. Zwar verfassten alle Redaktionen eigene Texte, der Ton war aber der gleiche: 

Mit seinen Angriffen untergräbt Trump ganz bewusst eine Säule der Demokratie.


Neben berühmten Zeitungen wie der New York Times, Washington Post und eben dem Boston Globe schlossen sich auch viele kleinere Lokalzeitungen, wie die Denver Post, der Miami Herald und der Houston Chronicle der Aktion an. Unterstützt wurde sie zudem von Journalistenverbänden und dem Industrieverband "American Society of News Editors."

Medien zu kritisieren – weil sie Geschichten herunterspielen oder überbewerten, weil sie etwas falsch verstehen – ist vollkommen richtig. [...] Aber darauf zu beharren, dass unliebsame Fakten "Fake News" sind, ist eine Gefahr für die Demokratie. Und Journalisten als 'Volksfeinde' zu bezeichnen, ist gefährlich, Punkt.
Aus dem Beitrag der "New York Times" zur Aktion

Warum wurde die Initiative #FreePress gegen Donald Trump gestartet?

Donald Trump kritisiert schon seit Jahren die Medien, wenn sie kritisch über seine Arbeit berichten – bereits vor seiner Amtszeit und vermehrt als Präsident. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, nannte Trump auf einer Wahlveranstaltung die anwesenden Journalisten "schreckliche, abscheuliche Leute." Er zeigte bei einer Rede mit dem Finger auf sie und sprach von "widerwärtigen Fake News."

Zudem bezeichne Trump die Medien gerne als "Feinde des Volkes", besonders die New York Times und den TV-Nachrichtensender CNN, die sehr kritisch über Trump und seine Politik berichten. Von dieser Rhetorik distanzierte sich vor Kurzem sogar seine Tochter Ivanka. (SPIEGEL ONLINE)

Mit dem abgesprochenen Leitartikel wollten die freien Medien nun ein klares Zeichen gegen Trump und seine Beleidigungen setzen.

Wir sind nicht die Feinde des Volkes.
Marjorie Pritchard, Initiatorin der Aktion, stellvertretende Ressortchefin Meinungsressort Boston Globe

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