Bild: imago/Conny Kurth

Sexismus scheint in der Werbung aktuell das größte Problem sein: Der Deutsche Werberat hat soeben vier Unternehmen öffentlich deswegen gerügt. Doch während drei Werbebanner wegen knapp bekleideten Frauen beanstandet wurden, ist es bei der vierten die Kleidung von Frauen, wegen der eine Rüge ausgesprochen wurde.

Denn auf den Hintern der Volleyballerinnen des VfB 91 Suhl prangt bei ihren Bundesligaspielen der Schriftzug "Prachtregion.de" – damit wirbt der benachbarte thüringische Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Genau dafür gab es nun ebenfalls eine öffentliche Rüge.

Wie begründete der Werberat die Rüge?

In der Mitteilung wurde die Werbung als "sexistisch und respektlos gegenüber Frauen" bezeichnet. Die Frauen würden auf ihr Äußeres reduziert und eine Sexualisierung der Sportlerinnen begünstigt.

Den Einwand der für das Sponsoring verantwortlichen Landrätin, die Werbung sei witzig gemeint, überzeugte das Gremium nicht: Werbung dürfe doppeldeutig sein, Personen aber nicht herabwürdigen.

Zuvor hatte die Landrätin die Werbung auch damit begründet, dass man da "als Frau und als Mann gerne" hingucke (bento). Der Werberat wies auch darauf hin, dass auch Vertreter anderer Volleyball-Bundesligisten sich öffentlich von dem Sponsoring des Landkreises distanziert hätten. 

Mit der "Prachtregion" hat es der Landkreis Schmalkalden-Meiningen jetzt wohl übertrieben. 

Schon ein früherer Schriftzug auf den Hosen der Volleyballerinnen hatte zu Beschwerden beim Werberat geführt: Damals hatte der Landkreis noch mit der Webseite "beste-lage.com" geworben – hierfür hatte es keine Beanstandung des Werberats gegeben. 


Gerechtigkeit

Diese Mutter hat erreicht, dass Ebay Deutschland das N-Wort blocken will
Wird auch Zeit.

Ebay hat ein Rassismusproblem. Noch. Bisher ergibt die Suche nach dem N-Wort mehr als 2600 Ergebnisse.

Das soll sich ändern. Eine Berliner Mutter hat Ebay zum Umdenken gedrängt. Das N-Wort sollen Nutzerinnen und Nutzer seit kurzem nicht mehr schreiben. Damit es künftig auch wirklich nicht mehr erscheint, soll es schon bei der Eingabe automatisch geblockt werden.

Eigentlich wollte Susan, 49, nur ein Weihnachtsgeschenk für ihre Tocher kaufen. Die steht gerade auf Tiana aus dem Disney-Weihnachtsfilm "Küss den Frosch". Tiana ist für Susans Tochter nicht nur irgendeine Prinzessin: Als einzige schwarze Disneyprinzessin ist sie eine Identifikationsfigur.

Auf Ebay findet Susan dann das:

"Der Verkäufer schrieb in der Artikelbeschreibung für die Puppe das N-Wort."