Bild: Imago
"Araber und Türken, frech wie Sau. Dumm."
Der Klassenraum sah aus wie Sau, die Hälfte Araber und Türken, frech wie Sau. Dumm. Konnten sich nicht artikulieren.

So hat offenbar ein Berliner Polizeiausbilder die Zustände an der Polizeiakademie in Berlin-Spandau beschrieben. Die Sprachnachricht liegt unter anderem der "Berliner Zeitung" und der "Welt" vor. In ihr beklagt sich der Ausbilder über Hass, Gewalt und Schüler, die keinen Bock hätten zu lernen. Die Schuld sieht der Ausbilder ganz offensichtlich nur bei Menschen, die für ihn ausländisch aussehen.

Deutschen Polizeischülern seien Schläge angedroht worden, heißt es in der latent rassistischen Nachricht weiter. Er habe "wirklich Angst vor denen." 

Seine Befürchtung: "Das wird 'ne Zwei-Klassen-Polizei, die korrupt nur sein wird." Und:

Das sind keine Kollegen, das ist der Feind. Das ist der Feind in unseren Reihen.
Ist die Nachricht wirklich echt?

Offenbar ja. Die Berliner Polizei hat die Echtheit der Aufnahme inzwischen bestätigt. Die Nachricht machte bei der Berliner Polizei schnell die Runde und erreichte letztendlich sogar den Polizeipräsidenten. 

Mit dem Ausbilder habe man inzwischen ein Gespräch geführt, sagte Sprecher Thomas Neuendorf. Die Ton und Form der Kritik seien nicht angemessen gewesen, er hätte sich an seinen Vorgesetzten wenden sollen. "Wir werden uns die Schule genauer anschauen, mit Schülern und Auszubildenden sprechen, was dort für Missstände herrschen." (Die Welt)

Was ist bei der Berliner Polizei los? 

Laut Polizeisprecher Neuendorf komme es an der Akademie immer wieder zu Problemen. Bisweilen begingen Polizeischüler Straftaten – und würden dann sofort entlassen. Die Gewerkschaft der Polizei weiß von den Vorwürfen, immer wieder würden sich Polizisten der Akademie ähnlich äußern, sagte Sprecher Benjamin Jendro der dpa. 

Auffällig: Die Beschuldigungen würden sich immer gegen Menschen mit Migrationshintergrund richten. Andere Polizeibehörden hätten nie etwas Vergleichbares geäußert. In einem Fall habe man klar nachweisen können, dass die Vorwürfe nicht gestimmt hätten. (Die Welt)

Erst im September waren auf einer Toilette in der Akademie in Berlin-Spandau fremdenfeindliche Parolen entdeckt worden. Unbekannte hatten "Fuck Islam" und "Refugees not welcome" an die Wände geschmiert. (rbb)

Generell hat die Berliner Polizei in letzter Zeit nicht wirklich was für ihren Ruf getan. 

Beim G20-Gipfel in Hamburg war eine Einheit mit Berliner Polizisten nach Hause geschickt worden, weil sie zu hart gefeiert hatten. Zwei Menschen hatten in der Öffentlichkeit Sex, ein Polizist pinkelte an einen Zaun.

Den Berlinern war es egal. Sie kreierten ein eigenes Abzeichen (hier mehr bei bento) – und wurden von den Berliner Clubs für die gute PR gefeiert. 

Radio Fritz produzierte sogar ein Video zu den "Berliner Partybullen":

Haha

Diese Mitarbeiterin hat sich das Logo ihrer Firma tätowieren lassen
Dafür gibt es eine Belohnung

Frau Wirth, Sie haben sich das Logo Ihres Arbeitgebers auf die Innenseite Ihres Handgelenks tätowieren lassen und dafür einen Flug ins Büro in Boston spendiert bekommen. War es das wert?

Anne Juliane Wirth: Absolut! Ich war in der letzten Septemberwoche dort, und die Stadt hat mir supergut gefallen. Ich bin jeden Tag 20 Kilometer spaziert, das Wetter war angenehm warm. Ich habe mich viel im Park gesonnt, habe mir den Harvard-Campus angesehen, eine Seminararbeit in der Boston Public Library beendet und die US-Kollegen in ihrem Office besucht. Es war eine tolle Reise, die ich mir mit meinem Studenten-Budget sonst nicht hätte leisten können.