Der Playboy – einst bekannt für nackte Frauen, die sich am Pool rekeln. Jetzt zeigt die US-Ausgabe erstmals eine Frau mit Hidschab. Ein Widerspruch? Nein. Die 22-jährige Journalistin Noor Tagouri will ein Ende der Klischees: Frauen mit Kopftuch sind genauso selbstbewusst, sexy, körperbewusst.

Konservativen Muslimen gefällt das hingegen gar nicht. (SPIEGEL ONLINE)

Wer ist Noor Tagouri?

Tagouri hat libysche Wurzeln und an der Universität von Maryland ihren Abschluss gemacht. Sie arbeitet unter anderem als Nachrichtensprecherin. 2012 etablierte Tagouri den Hashtag #LetNoorShine – ihr Forderung an Frauen: Verleugnet eure Identität nicht und verwirklicht eure Träume!

Ein herzliches Lachen, schwarze Lederjacke, und ein schimmerndes Kopftuch – So präsentiert sich Tagouri im Playboy:
1/12
Was will der Playboy?

Vor allem kein dreckiges Image mehr. Seit 2015 werden keine Nacktfotos mehr in der US-Ausgabe abgedruckt. Mit der jetzigen Sonderausgabe "Renegades 2016" sollen Menschen geehrt werden, die für ihre Leidenschaft kämpfen.

Der "Playboy" lobte Tagouri als eine Frau, "die uns dazu bringt, die Frage zu stellen, warum wir noch immer Probleme haben, uns daran zu gewöhnen, dass es junge Frauen gibt, die bewusst ihren Kopf verhüllen". ("Neue Osnabrücker Zeitung")

Was gab es für Reaktionen?

Viele Instagram-Nutzer lobten Tagouri für ihre Fotos. Andere waren weniger begeistert: Frauenrechtsaktivisten warnten vor naiver Kopftuch-PR und erinnerten daran, dass es auch Musliminnen gebe, die mit Gewalt von Vätern, Brüdern und Ehemännern gezwungen würden, Verschleierung zu tragen. Konservative Muslime hingegen verunglimpften Tagouri in den sozialen Netzwerken als "Schlampe".

Und was sagt Tagouri dazu?

"Das ist nur negative Energie und ungesund. Ich sorge dafür, dass ein großer Kreis von Leuten um mich ist, die mich erden."


Streaming

So sehen berühmte Filmplakate aus, wenn sie gezeichnet werden

Filmplakate sind meist simpel: Held rettet Welt, Gut steht über Böse. Viele Plakate zeigen dabei die immer gleichen Klischees – oder reduzieren weibliche Stars auf ihre Körper. Die wahre Stimmung eines Films bliebe leider oft verborgen, sagt der Grafikdesigner Karl Fitzgerald.

Der 23-jährige Londoner gestaltet daher alternative Filmplakate und präsentiert seine Arbeiten auf seiner Facebook-Seite. "Kill Bill" und "Star Wars" sind bereits in seiner Sammlung.

Die Plakate sind mal düster, mal opulent – oft erinnern sie an die Plakatkunst der Fünfziger und Sechziger Jahre.