Bild: Paul Zinken/dpa
Eine Geschichte in drei Zitaten

Das ist Gitta Connemann:

(Bild: Soeren Stache/dpa)

Sie ist Politikerin, sitzt für die CDU im Bundestag. 

Gita Connemann meint: Spontane Tattoos sollten verboten werden. 

Die Entscheidung für ein Tattoo betrifft den Rest des Lebens – eine Fehlentscheidung ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein teurer Spaß. Wie viele Leute in Deutschland tätowiert sind, weiß niemand so genau. Die Uni Bochum geht von acht bis zehn Millionen aus, die Uni Leipzig von 16 Millionen.

Connemann hält Tattoos für gesundheitlich riskant und will im November Wissenschaftler, Verbände, Farbenhersteller und andere Fachleute zu einem Tattoo-Gipfel einladen. Sie sagte dem Tagesspiegel:

"Krankenkassen und Ärzte schlagen wegen zunehmender Krankheitsbilder in Zusammenhang mit Tätowierungen Alarm."

Forschungsinstitute würden vor giftigen Stoffen und möglichen Folgeschäden für den Körper warnen. Damit sei für Connemann klar, dass es Handlungsbedarf gebe.

Um diese Gefahren es geht:

  • Die Verbraucherzentrale informiert, dass Farbpigmente oft nicht nur unter der Haut blieben, sondern sich an anderen Stellen im Körper wiederfinden ließen. Wie schädlich sie dort wirken, sei unklar.
  • Das Uniklinikum Regensburg hat 2008 eine Studie durchgeführt, um Probleme wegen Tattoos zu erörtern. Dabei wurden 3400 Menschen befragt und untersucht. Das Ergebnis: Sechs Prozent beklagten sich über allergische Reaktionen, besondere Lichtempfindlichkeit, Entzündungen, Knötchen oder anderen körperlichen Veränderungen. 
  • Problematisch könnten auch die Farben sein, die beim Stechen verwendet werden. Die Tätowiermittelverordnung verbietet 38 Stoffe. Besonders bedenklich sind farbgebende Pigmente. Die werden nämlich nicht speziell für Tattoos hergestellt, sondern sind Druckertinte, Plastik oder Autolacke vorgesehen.

Ein weiterer Punkt, den Connemann ansprach:

"Bisher kann jeder mit einem Starter-Kit loslegen. Es gibt keine Kontrolle."

Tatsächlich reicht eine Anmeldung beim Gewerbeamt, um Menschen tätowieren zu dürfen. Tätowierer müssen keine staatlich anerkannte Ausbildung absolvieren, das wird sich vorerst auch nicht ändern. 

Der Vorschlag von Gitta Connemann:

"Erst beraten, dann warten, dann tätowieren – wenn es überhaupt noch dazu kommt."

Bedeutet im Klartext: Sie fordert Pflichtberatungen im Vorfeld des Tattoo-Stechens. 

Weil viele Tattoos ihrer Meinung nach unter Gruppendruck oder Alkohol zustandekämen.

Übrigens: Für das Weglasern nach einer Fehlentscheidung gibt es bereits eine Neuerung. Die Bundesregierung will das Entfernen von Tätowierungen durch Laser stark einschränken – die Eingriffe sollen nur noch von Fachärzten durchgeführt werden. Bislang konnten die Geräte von jedem gewerblich eingesetzt werden, ohne Expertise, ohne Kontrolle. (bento)


Trip

Elefantenreiten und Tiger streicheln: Hört bitte auf, im Urlaub Tiere zu quälen!
"Es macht mich traurig und sauer, dass Leute das immer noch nicht begreifen!"

Die Liste der begehrten Fotomotive, mit denen man seinen Backpacking-Trip oder Cluburlaub unvergesslich macht, ist lang: auf Elefanten reiten, mit Haien und Delfinen schwimmen und mit Tigern kuscheln sind nur einige Beispiele. 

Aber was für Menschen eine schöne Urlaubserinnerung ist, bedeutet für tausende Tiere jedes Jahr Folter und Tod