Bild: dpa/Arno Burgi; Montage: bento
Ein CDU-Politiker hatte sich zuvor extra positive Geschichten gewünscht.

In Deutschland werden zahlreiche Pfleger gesucht. Um das zu ändern, können die Pfleger ja einfach ein bisschen Werbung für ihren Job machen, dachte sich der CDU-Politiker Erwin Rüddel

Also rief er via Twitter Pflegekräfte auf, die Vorteile ihres Berufes zu nennen. Er wählte den Hashtag #gutezeitenfürdiepflege:

Rüddel ist Vorsitzender des Gesundheitsauschusses im Bundestag. Mit seinem Tweet will er Werbung für die Pläne von SPD, CDU und CSU machen. Die hatten sich bei den GroKo-Verhandlungen unter anderem auf bessere Bezahlung für Kranken- und Altenpfleger und Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung geeinigt. (SPIEGEL ONLINE)

Doch die Aufforderung ging für Rüddel nach hinten los: Dutzende Pflegekräfte schilderten, wie schwer ihr Alltag wirklich ist.

Unter #twitternwierueddel berichten sie zynisch aus ihrem Berufsleben – und warum sie niemanden zu dem Beruf raten wollen. Die Pfleger zeigen erschreckende Missstände auf, die ihrer Meinung nach in Wirklichkeit den Nachwuchsmangel in dem Beruf verursachen.

1. Die Planung von Terminen ist als Pflegerin schwierig – selbst der eigenen Hochzeit 
2. Hygiene ist einfach zu teuer
3. Eheprobleme? Nicht als Pflegekraft!
4. Bei Schlafstörungen einfach Antidepressiva nehmen
5. Die Klo-Sitzung kann bei Patienten schon mal länger werden
6. Gestorben wird alleine
7. Die Würde muss draußen bleiben
8. Pflegekraft – das wahre Gangsta-Leben
9. Zum Leben reicht das Geld trotzdem oft kaum
10. Manche Pfleger sehen keinen anderen Ausweg.

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