Bild: Lionel C. Bendtner

Bei einer Thügida-Demonstration in Sonneberg in Thüringen hat die Polizei am Samstag Pfefferspray gegen Gegendemonstranten eingesetzt – die offenbar friedlich auf der Straße saßen.

Nach der Zwischenkundgebung von Thügida schlossen sich etwa 15 Gegendemonstranten zu einer Sitzblockade zusammen, um den Aufmarsch auf der Coburger Allee zu stoppen. Als die Thügida-Demonstranten noch etwa 150 Meter entfernt waren, griffen plötzlich Polizisten ein, berichtet der Thüringer Fotojournalist Lionel C. Bendtner, der vor Ort war.

"Erst haben sie einige der Gegendemonstranten aus der Sitzblockade gezogen und von der Straße geschubst, dann hat sich plötzlich einer der Polizisten vor der Blockade aufgebaut und die Gruppe von rechts nach links mit Pfefferspray besprüht", erzählt Bendtner im Gespräch mit bento.

Es war eindeutig keine Gefahrensituation, in der das Pfefferspray eingesetzt wurde."
Lionel C. Bendtner

Einige der Gegendemonstranten rannten daraufhin aus der Sitzblockade, weitere wurden rausgezogen, berichtete Bendtner. Auf die verbliebenen soll die Polizei ein zweites Mal Pfefferspray gesprüht haben. Die restlichen Demonstranten wurden anschließend weggetragen.

Hier kannst du auf flickr eine Fotostrecke zu dem Vorfall sehen.

"Es gab keinerlei Aufforderungen, die Straße frei zu machen", sagt Bendtner, "und es war eindeutig keine Gefahrensituation, in der das Pfefferspray eingesetzt wurde."

Die Thüringer Polizei äußerte sich am nächsten Tag über Twitter zu dem Vorfall:

Noch am Tag der Demonstration gingen Strafanzeigen gegen Polizeibeamte ein. Dies bestätigte der Schichtleiter der Landeseinsatzzentrale der Thüringer Polizei, Marcel Ehrenreich, am Sonntag gegenüber bento. Eine unabhängige Stelle soll demnach gegen die Beamten ermitteln.

Auch Thüringen24 berichtete über den Vorfall.


Style

Endlich! Der Badeanzug kommt zurück! Und er sieht besser aus denn je!

Jahrelang hatten scheinbar alle Frauen in Schwimmbädern und an Stränden nur Bikinis an. Der Badeanzug war dagegen verschrien als etwas, das man nur anzog, um sein Bäuchlein zu kaschieren. Dabei ist das Quatsch: Erstens stehen wir zu unseren Bäuchlein, zweitens haben wir gar keine Bäuchlein, und drittens ist der Badeanzug einfach ein extrem stylisches Kleidungsstück!

Der Bikini will in erster Linie sexy sein – und ist er ja auch oft. Der Badeanzug ist dagegen in erster Linie praktisch, bequem und sportlich. Sexy ist er nur ganz nebenbei und darum auf viel nonchalantere und elegantere Weise als es der Bikini je leisten könnte. Man vergleiche einfach nur, wie Pamela Anderson im roten Badeanzug über den Strand joggt: