Bild: Michael Kappeler/ dpa

Peter Tauber ist Generalsekretär bei der CDU und als solcher hauptverantwortlich für einen guten Wahlkampf. Auf Twitter meldet er sich daher täglich mit politischen Statements. Eines davon machte viele Nutzer am Montagabend sehr wütend. 

Der Grund: Tauber beleidigte mit einem arroganten Statement Minijobber.

Was ist passiert?

Tauber schrieb an einen Nutzer: "Wenn Sie etwas ordentliches gelernt haben, dann brauchen sie keine 3 Minijobs."

Vorausgegangen war eine kurze Diskussion. Tauber hatte getwittert: "Wahlkampf: 'Vollbeschäftigung' ist viel besser als 'Gerechtigkeit'". Damit bezieht er sich auf die beiden Konzepte, mit denen die CDU und die SPD für die Bundestagswahl im September jeweils Stimmen gewinnen wollen. 

Zur Erklärung:

  • Die SPD wirbt mit dem Slogan "Gerechtigkeit", darunter versteht Kanzlerkandidat Schulz zum Beispiel, weniger befristete Arbeitsverträge, bessere Kinderbetreuung und Bildungsmöglichkeiten.
  • Die CDU hatte am Wochenende ihr Parteiprogramm vorgestellt und das Ziel ausgerufen, in Deutschland bis 2025 Vollbeschäftigung zu erreichen – also eine Arbeitslosenquote von unter drei Prozent.

Ein Twitter-Nutzer kritisierte daraufhin Tauber und fragte ihn: "Heißt das jetzt drei Minijobs für mich?" Taubers Antwort darauf kennt ihr. 

Warum ist das wichtig?

Beleidigend ist dieser Tweet gegenüber allen, die sich in ihren Berufen um das Wohl anderer kümmern und trotzdem jeden Monat schauen müssen, wie sie ihre Kosten decken – seien es die Mitarbeiter bei der Müllabfuhr, Zahnarzthelfer oder zum Beispiel Angestellte im Pflegedienst.

Viele empfanden Taubers Aussage als ungerecht, fühlten sich persönlich angegriffen: 

Tauber legte noch einmal nach und schrieb: "Fakt ist doch: Nur mit einer guten Ausbildung verdient man genug, damit man nicht drei Mini-Jobs braucht, um über die Runden zu kommen."

Am Mittwochmorgen dann realisierte Tauber seine unpassende Aussage und entschuldigte sich: 

Gerechtigkeit

Ein Student gibt zweimal dieselbe Hausarbeit ab – und bekommt zwei unterschiedliche Noten

W

er hat sich noch nie über eine Note geärgert, die sich ungerecht angefühlt hat? Aus der Schule oder von der Uni kennen die meisten das Problem. Man hatte sich mehr erhofft, doch es reicht nur für eine Drei. Und der Lehrer lässt nicht mit sich reden.