Bild: White House / Pete Souza

US-Präsident Barack Obama ist der coolste Staatsmann aller Zeiten. Die Medien hängen an seinen Lippen. In den sozialen Medien gibt er sich schlagfertig. Er tritt, einfach so, in Comedy- und Late Night Shows auf und singt gemeinsam mit den Moderatoren.

Als er zum letzten gemeinsamen Dinner mit den Nachrichten-Korrespondenten ins Weiße Haus einlud, endete seine Rede mit einem legendären "Mic-Drop". Er ist sympathisch, nahbar, gut gelaunt und schelmisch. Und einfach sehr, sehr cool.

Das zumindest ist der Eindruck, den man durch die vielen positiven Kommentare, Posts und Artikel im Netz bekommt. Aber wie kommt das?

Diese Bilder und Erinnerungen, die wir mit Obama verbinden, sind das Ergebnis harter Öffentlichkeitsarbeit. Einen großen Beitrag dazu leistete der Hof-Fotograf des Präsidenten, Pete Souza. Alle paar Wochen veröffentlicht Souza Bilder im Internet, die den Mythos des coolen Obama entscheidend prägen. Dazu gehört auch das Bild des gefeierten "Fist-Bumps" mit einem Hausmeister, es stilisierte den Präsidenten zu einer Art Helden der Arbeiterklasse.

(Bild: White House / Pete Souza)

Vor kurzem hat Souza wieder viele Fotos veröffentlicht. Sie sollen Szenen aus dem Alltag des Präsidenten zeigen. Auf ihnen sehen wir Obama mit Pizza, Babys, Hunden oder beim verträumten Spiel mit einem Football.

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Zum Ende seiner Amtszeit startet Obama damit noch einmal eine Wohlfühloffensive, um die Erinnerungen an ihn und seine Präsidentschaft zu prägen. Nicht falsch verstehen: Obama ist privat bestimmt ein echt netter Typ.

Aber Bilder, und vor allem von offiziellen Pressestellen veröffentlichte Bilder, sind niemals objektiv. Sie werden mit einer bestimmten Absicht aufgenommen und mit einer bestimmten Absicht an die Öffentlichkeit weitergegeben. Denn: Bilder haben einen riesigen Einfluss auf unsere Erinnerungen und unser Geschichtsbild. (SPIEGEL)

Die Dauerberieselung durch positive Bilder lässt viele Menschen vergessen, was Obama in seinen beiden Amtszeiten nicht schaffte, falsch machte oder welche Versprechen er nicht einhalten konnte. Zum Beispiel:

  • Die Schließung des US-Gefangenenlagers Guantanamo steht noch immer aus. In dem Lager werden seit seiner Gründung bewusst die Menschenrechte von Terrorverdächtigen ignoriert.
  • In den USA kommt es immer noch häufig zu Polizeigewalt gegen Schwarze, bisweilen handeln ganze Institutionen, wie zum Beispiel lokale Justizbehörden, rassistisch.
  • Ein Ende des Krieges in Afghanistan ist noch nicht erreicht.
  • Die Waffengesetze hat Obama nicht verbessern können.
  • Die Einkommensunterschiede zwischen Armen und Reichen sind unter Obama sogar noch größer geworden.
  • Immer noch überwachen amerikanische Geheimdienste große Teile der Welt.
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Obama sollte nicht nur in Erinnerung bleiben für seine klugen und menschenfreundlichen Ideen (wie seine Gesundheitsreform), seine coolen Auftritte und seinen Charme – sondern vor allem auch als der Präsident, der den amerikanischen Drohnenkrieg in Pakistan, im Jemen, in Somalia und Mali zu verantworten hat. Er hinterlässt Tausende Tote, viele davon waren unschuldigeKinder und Erwachsene. Sie enden als "Kollateralschaden" in einer Statistik.

Aber davon existieren leider keine offiziellen Pressebilder.

Lass uns Freunde werden!


Haha

Diese Frau rastet aus, weil ihr Freund ein Stück ihrer Pizza klaut
Ich will mein Essen nicht mit dir teilen!

"Joey doesn't share food!" – Mit diesem legendären Satz sprach "Friends"-Charakter Joey aus, was wohl alle Food-Liebhaber ihrem Gegenüber gerne ins Gesicht brüllen würden, wenn der mal wieder ein paar Pommes von ihrem Teller futtert. Eine junge Frau in den USA hat jetzt genau das getan: Nachdem ihr Freund ein Stück von ihrer Pizza geklaut hatte, rastete De’ja Davis aus – mitten im Restaurant.

Ihr Freund filmte ihren Wutausbruch und veröffentlichte ihn erst bei Snapchat, später auch bei Twitter. So kann die ganze Welt teilhaben – und legendäre Sätze hören wie "I don't wanna share anything that I'm digesting" ("Ich will nichts von dem teilen, was ich verdaue").