Bild: Daniel Mayovskiy / Unsplash
Wir haben mit jemandem gesprochen, der es wissen muss.

Bald wird es richtig, richtig schön am Nachthimmel. Denn: Die Perseiden sind wieder da. Das ist ein Sternschnuppenregen, der jedes Jahr von Mitte Juli bis Ende August zu sehen ist und seinen Höhepunkt um den 12. August erreicht. Mit um die hundert Sternschnuppen pro Stunde!

Alles, was du zu den Perseiden wissen musst, in welche Richtung du gucken musst und wo du die beste Sicht hast, verraten wir dir hier.

Dafür haben wir mit Stephan Fichtner vom Planetarium in Hamburg gesprochen.

Wie entstehen die Perseiden? Und warum sehen wir sie jedes Jahr zur gleichen Zeit?

"Bei den Perseiden handelt es sich um Staubteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle", erklärt Fichtner. Bei seinem Flug um die Sonne verliert der Komet diese Staubteilchen, die sich langsam über die gesamte Bahn des Kometen verteilen. 

Einmal im Jahr, immer Anfang oder Mitte August, kreuzt die Erde die Umlaufbahn des Kometen und fliegt dann durch diesen Teilchenschauer – auch wenn der Komet selbst vielleicht gerade an ganz anderer Stelle seiner Umlaufbahn ist. Die Sternschnuppen sind also Reste oder Auflösungsprodukte dieses Kometen.

In welche Himmelsrichtung sollte ich schauen, um die Sternschnuppen der Perseiden zu sehen?

"Am besten schaut man in Richtung des Sternbilds Cassiopeia, des 'Himmels-Ws'. Darunter befindet sich das nur schwach leuchtende Sternbild Perseus. Aus dieser Richtung kommen die Perseiden." Das Sternbild Perseus, nach dem die Perseiden auch benannt sind, geht gegen 22 Uhr im Nordosten auf und steigt dann immer höher. 

Wo sollte ich am besten stehen, um die Sternschnuppen gut zu sehen?

Ideal wäre natürlich ein dunkler Landhimmel außerhalb großer Städte, damit man der Lichtverschmutzung entkommt. In der Stadt kann man aber auch Glück haben, wenn eine Sternschnuppe besonders stark leuchtet – was bei bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde schon mal vorkommen kann. 

Eine störende Lichtquelle fällt in diesem Jahr auf jeden Fall weg: "Der Mond stört dieses Jahr nicht die Beobachtung der Sternschnuppen, da am Samstag Neumond ist."

Was ist an den Perseiden so besonders?

Wir haben mehrere Sternschnuppen-Regen im Jahr. Hier gibt es eine ganze Tabelle. 

Das Besondere an den Perseiden ist aber, dass der Meteorstrom mit seinen bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde zu den stärksten gehört und dass er im Sommer stattfindet. Bei den warmen Temperaturen ist es natürlich toll, sich das Spektakel draußen anzuschauen. Und bei dem wahrscheinlich wolkenfreien Himmel hat man die beste Sicht

Woher stammt der Glaube, dass man sich bei Sternschnuppen etwas wünschen darf?

Wer eine Sternschnuppe sieht, soll die Augen schließen und sich etwas wünschen. Wichtig ist dabei, dass man die Sternschnuppe als einziger gesehen hat und man seinen Wunsch niemandem erzählt, damit er in Erfüllung geht.

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, woher dieser Glaube eigentlich kommt. Fichtner sagt dazu: "Vermutlich daher, dass Sternschnuppen außerhalb der Sternschnuppenhochzeit eher selten sind und man sich daher glücklich schätzen darf, eine zu sehen. Ich kenne bisher keine andere Erklärung dafür."

Warum heißt es überhaupt Stern-Schnuppe?

Als "Schnuppe" bezeichnete man das überstehende, glühende Ende eines Kerzendochts, das früher abgeschnitten wurde, damit die Kerze nicht rußt. Die herabfallende, glühende Schnuppe erinnert an die Sternschnuppen am Himmel.


Musik

Supernova: Mit diesem Video machen Casper und Marteria Tischtennis wieder groß
Die witzigsten Szenen und das Video der neuen Single

Am 31. August bringen Casper und Materia ihr gemeinsames Album "1982" raus. Jetzt ist die zweite Single erschienen. "Supernova" heißt sie und kommt mit einem super witzigen Musikvideo einher.