Zwölf Tweets zur Debatte um den Sonnenhutmann

Auf Twitter trendet der Hashtag #Pegizei. Viele machen sich über die Verbindung eines LKA-Mitarbeiters zu Pegida lustig, kritisierten die sächsische Landesregierung. Eine Sammlung der Reaktionen.

Was war passiert?

Vergangenen Donnerstag hatte ein Pegida-Demonstrant in Dresden ein Kamerateam des ZDF bepöbelt und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Beamten kontrollierten das Fernsehteam, hielten es fest. Anschließend gab es Vorwürfe, die Polizisten hätten die Journalisten bei ihrer Arbeit behindert und sich auf die Seite der Demonstranten gestellt. 

Dresdens Polizeipräsident und der sächsische Innenminister wiesen die Vorwürfe der Behinderung der Pressefreiheit daraufhin zurück. Und Twitter-Nutzerinnen und –Nutzer reagierten mit dem Hashtag "#Pegizei" – aus Pegida und Polizei. 

Das wiederum passte dem sächsischem CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer nicht: Diesen halte er für "unverantwortlich". Der Polizeieinsatz sei ordnungsmäßig gewesen, die Polizisten hätten sich als einzige seriös verhalten.

Nicht einmal vier Stunden später stellte sich heraus: Bei dem pöbelnden Mann handelte es sich um einen Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamts, der in seiner Freizeit zu der Pegida-Demonstration gegangen war. (bento)

Ein gefundenes Fressen für die Kritiker der sächsischen Polizei und der Landesregierung.

Für viele von ihnen bestätigte sich damit nur die Vermischung von staatlichen Organen und rechten Demonstranten – und die Kritik traf vor allem den sächsischen Ministerpräsidenten:

Der Fall ist nicht der erste, der staatliche Bedienstete in die Nähe der Rechten rückt: Bei einem neuen Polizeipanzer wurden die Sitzbezüge mit Frakturschift und einem Lorbeerkranz bestickt – für viele klar rechte Symbolik. (bento)

Viele reagieren mit Humor auf den pöbelnden LKA-Mitarbeiter:

Und für andere bestätigt der Fall nur wieder einmal ihr Bild von Sachsen:


Gerechtigkeit

In England sollen bald keine ganz jungen Welpen mehr verkauft werden
Was sich in Großbritannien jetzt ändert – und wie es in Deutschland aussieht. Drei Fragen, drei Antworten

In England wird der Verkauf von ganz jungen Welpen und Kätzchen verboten – das entsprechende Gesetz wird jetzt von der Regierung vorbereitet. Das Gesetz wird zur Folge haben, dass es Zoohandlungen sowie anderen Anbietern verboten wird, sich kommerziell an den Vierbeinern zu bereichern, solange sie jünger als sechs Monate sind (Offizielle Mitteilung).

Wer einen Welpen kaufen will, müsse das künftig in einem Tierheim oder bei kontrollierten, zugelassenen Züchtern tun, teilte das Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten mit.