Bild: dpa / Michael Kappeler
Anschließend eskalierte der Pegida-Geburtstag.

Beim ersten Jahrestag der Pegida-Bewegung gingen Montagabend ersten Schätzungen zufolge mindestens 15.000 Menschen auf die Straße. Fast ebenso viele demonstrierten gegen Pegida unter dem Motto "Herz statt Hetze".

Vor einem Jahr waren die selbsternannten "Patriotischen Europäer" zum ersten Mal gegen eine vermeintliche "Islamisierung des Abendlandes" auf die Straße gegangen. Die Hintergründe von Pegida haben wir hier noch einmal zusammengefasst.

Die wichtigsten Entwicklungen der Pegida-Kundgebung könnt ihr im Liveblog nachlesen:

22.30 Uhr: Vorläufige Bilanz der Polizei

Der Polizeieinsatz dauert zur Stunde noch an. Es sei den ganzen Abend über vereinzelt zu Angriffen auf Polizisten gekommen, sagte uns ein Sprecher der Polizei. "Wir können bisher nur einen Verletzten bestätigen. Der Mann war auf dem Weg zur Pegida-Kundgebung, als er angegriffen wurde." Er sei ins Krankenhaus gebracht worden.

21.50 Uhr: Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten
Offenbar hat es nach der Demonstration vor dem Haus der Presse gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Das berichten übereinstimmend Mopo24 und SZ Online.
21.37 Uhr: Was bedeutet eigentlich Islamisierung?
Die Kollegen Anne Martin und Leonie Voss haben für SPIEGEL ONLINE mit einem der Pegida-Anhänger gesprochen.
21.23 Uhr: Kundgebung ist vorbei
Nach Reden von „Horst“, „Siggi“ und einem Mitglied der English Defence League hat Lutz Bachmann die Kundgebung beendet. Die Redner erschöpften sich in den üblichen islamfeindlichen Hasstiraden. Die Polizei fordert laut SZ-Online die Gegendemonstranten auf, sich ebenfalls zurückzuziehen.
21.11 Uhr: Pegida-Anhänger nicht mit Eisenstange geschlagen
Die Polizei bestätigt, dass ein Pegida-Anhänger schwer verletzt worden sei. Eine Eisenstange habe der unbekannte Angreifer aber nicht benutzt. Das hatte die SZ-Online unter Berufung auf die Polizei zunächst gemeldet. Wir haben das weiter unten korrigiert.
20.40 Uhr: Währenddessen auf der Gegendemo: "Wer nicht hüpft, der ist Pegida"
20.28 Uhr: Der Skandalpublizist Akif Pirincci spricht und wird ausgebuht

Akif Pirincci legt richtig los, die Rede ist gespickt mit heftigen Beleidigungen gegenüber Ausländern. Ein Demonstrant ruft rein: „Keine Hetze, keine Hetze. Das macht alles kaputt.“ Es gibt Buhrufe und Pfiffe. Dann rufen die Pegida-Anhänger: „Aufhören, aufhören.“ Bachmann bittet Pirincci schließlich von der Bühne.

Das Publikum fängt sich aber schnell wieder. Erneut schallen Lügenpresse-Rufe über den Platz. Bachmann: „Wir wissen: wir sind die Guten.“
20.20 Uhr: Offenbar mindestens 15.000 Pegida-Anhänger auf der Straße
Es gibt erste Schätzungen zur Anzahl der Teilnehmer beider Gruppen. Die Studentengruppe „Durchgezählt“ schätzt, dass sich rund 15.000 bis 20.000 Pegida-Anhänger versammelt haben.
An den vier Gegendemonstrationen nehmen demnach mindestens 14.000 Menschen teil - deutlich mehr als zuvor erwartet. Sie zogen sternförmig in Richtung Altstadt.
19.55 Uhr: Hier erste Eindrücke von der Pegida-Demo im Video
Die Kollegen Anne Martin und Leonie Voss sind für SPIEGEL ONLINE mit der Kamera vor Ort.
19.45 Uhr: Tausende Menschen bei der Gegendemo

Auf dem Dresdner Postplatz versammeln sich unterdessen Tausende Menschen zur Gegendemonstration. Die Kundgebung steht unter dem Motto „Herz statt Hetze“. Dort findet zudem ein Konzert statt. Bereits am Wochenende haben Dresdner bei der Aktion #IchBinDresdner ein Zeichen gegen Pegida gesetzt.

19.25 Uhr: Erste Verletzte werden gemeldet
Es gibt offenbar erste Verletzte. Das hat Bundespolizeisprecher Holger Uhitsch der SZ-Online bestätigt. Ein Pegida-Demonstrant habe schwere Verletzungen erlitten. Drei weitere Demonstranten seien verletzt worden.
19.10 Uhr: Bachmann präsentiert verschiedene Gastredner

Unter anderem spricht ein Mitglied der Lega-Nord. Das ist eine rechtsextreme und fremdenfeindliche Partei aus Italien, die für die Unabhängigkeit der Region Padanien kämpft. Der Redner spricht davon, dass angeblich italienischen Politiker zufolge alle Deutschen hinter Angela Merkel stünden. Es folgen laute Pfiffe und Buhrufe von den Pegida-Leuten.

Die Rede ist eine Mischung aus identitären Positionen und Aufruf zum Widerstand gegen Einwanderung. Die Lega Nord habe die gleichen Ziele wie Pegida.

18.50 Uhr: Lutz Bachmann spricht

Immer wieder wird Lutz Bachmann von "Lügenpresse"-Rufen angefeuert. Er zeigt ein Video mit Zitaten von verschiedenen Politikern, darunter auch Angela Merkel, die sich gegen Pegida aussprechen. Anschließend gibt es "Merkel muss weg"-Rufe.

Der MDR vermeldet mehrere Auseinandersetzungen zwischen Pegida-Anhängern und Gegendemonstranten.

18.30 Uhr: Die Polizei hat einen Demonstranten herausgezogen. Er hatte offenbar ein Plakat mit Merkel in Nazi-Uniform dabei:
(Bild: dpa / Michael Kappeler)
18.25 Uhr: Anhänger beider Seiten treffen aufeinander

In Dresden sind sowohl Pegida-Anhänger als auch Gegner losgezogen. Die offizielle Pegida-Kundgebung beginnt um 18.30 Uhr. Ein erstes Aufeinandertreffen der beiden Gruppen hat es bereits gegeben.