Jetzt beginnt die Suche nach dem Täter erneut.
Was muss ich über den Fall wissen?
  • Peggy K. verschwand als neunjähriges Mädchen auf dem Heimweg von ihrer Schule im bayerischen Lichtenberg. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Das ist 15 Jahre her.
  • Die Polizei hat jahrelang mit hohem Aufwand nach ihr gesucht und ermittelt – bisher vergebens. Am Samstag fand ein Pilzsammler 15 Kilometer von dem Haus entfernt Knochen in einem Wald in Thüringen, sie stammen nach Angaben der Polizei "zweifelsohne" von der toten Peggy. Jetzt sucht eine Sonderkommission der Polizei erneut nach dem Täter (SPIEGEL ONLINE).
So könnte Peggy heute aussehen. Peggys Vater zeigt vor Gericht eine Computersimulation.(Bild: dpa/David Ebener)
Gibt es Tatverdächtige?

Zurzeit hat die Polizei keine Spur, sie ermittelt nicht gegen eine konkrete Person. Im Laufe der Ermittlungen hat sie aber mehrere Männer verdächtigt, Peggy entführt und ermordet zu haben.

Eine Übersicht:

  1. Ulvi K. – Er kommt aus Lichtenberg und ist geistig behindert. Die Ermittler präsentierten ihn 2002 als mutmaßlichen Mörder. Ulvi K. gestand die Tat zunächst, vor Gericht widerrief er das Geständnis. In einem Indizienprozess verurteilte ihn ein Gericht zu lebenslanger Haft, weil er Peggy missbraucht und umgebracht haben sollte. 2015 wurde das Verfahren wiederaufgenommen und Ulvi K. freigesprochen. Der Grund: Ein wichtiger Belastungszeuge sagte, die Polizei habe ihn zu seiner Aussage gedrängt (SZ).
  2. Holger E. aus Halle – Ermittler hatten seine Adresse in Peggys Hinterlassenschaften gefunden. Der Mann besaß ein Amulett mit dem Buchstaben P und ein Foto von Peggy. Außerdem soll E. offenbar Peggys Namen an seine Wand geschrieben habennach eigener Aussage, um sich an sie zu erinnern. Ermittlern gegenüber gab er zu, dass es mit Peggy zu "Zärtlichkeiten" gekommen sei (BR)
    E. war öfter bei Peggys Familie zu Besuch. Seine Nichte wohnte mit ihrer Familie neben der von Peggy. Weil er sie und seine eigene Tochter vergewaltigt hat, verurteilte ihn ein Gericht zu sechs Jahren Haft. Auch gegen den Adoptivbruder des Mannes ermittelte die Polizei zwischenzeitlich. Die Indizien gegen die beiden reichten für einen dringenden Tatverdacht aber nicht aus (SZ).
  3. Ein vorbestrafter Sexualstraftäter aus Lichtenberg – Die Polizei durchsuchte sein Haus und grub auf dem Gelände nach Peggys Leiche. Knochen fanden die Ermittler zwar, aber sie stammten wohl von einem Lichtenberger Friedhof und nicht von Peggy. Der Mann fordert inzwischen Schadenersatz (SZ).
(Bild: dpa/David Ebener)
Was wissen wir über den Fundort?
  • Das Waldstück ist bei Pilzsammlern beliebt, trotzdem hat dort lange niemand die Knochen entdeckt. Die Polizei suchte vor 15 Jahren zwar mit Hubschraubern und Tornados mit Wärmebildkameras nach Peggy – in dem Waldstück allerdings nicht.
  • Einige Knochenreste wurden auf dem Waldboden gefunden, andere sind offenbar vergraben worden.
  • Der Fundort ist offenbar nicht der Tatort, teilte die Polizei mit. Sie kann auch noch nicht sagen, ob Peggy tatsächlich ermordet worden ist. In der Nähe der Knochen fand die Polizei weitere Gegenstände, die zu Peggy passen sollen. Genauere Informationen über die Gegenstände möchte die Polizei nicht veröffentlichen (inFranken.de).
So sahen die Sachen aus, die Peggy am Tag ihre Verschwindens bei sich hatte.(Bild: dpa)
Was machen die Ermittler jetzt?
  • Am Dienstag suchten Polizisten das abgesperrte Waldstück erneut weiträumig ab. Die DNA-Analyse hat eindeutig ergeben, dass die Knochen von Peggy stammen.
  • Beamte der thüringischen Bereitschaftspolizei sowie Kriminalbeamte aus Thüringen seien am Dienstag mit Experten der Soko Peggy aus Bayern unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Neue Hinweise von möglichen Zeugen gibt es bisher nicht.
Wo finde ich weitere Informationen?

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