Bild: dpa / Andrew Gombert
3 Fragen, 3 Antworten

Automatisierte E-Mails oder Briefe des Zahlungsdienstleisters PayPal erhält jeder Kunde regelmäßig. Auch die Britin Lindsay Durdle war Kundin des Unternehmens. Die 37-Jährige erlag am 31. Mai 2018 ihrer Krebserkrankung. (BBC)

Howard Durdle benachrichtigte PayPal ordnungsgemäß vom Tode seiner Ehefrau. Die automatisierte Antwort darauf hätte er aber lieber nicht bekommen. 

1. Was stand in dem PayPal-Schreiben an die Verstorbene?

In der automatisierten Nachricht bestätigte das Unternehmen, vom Tode der Kundin Kenntnis genommen zu haben. Gleichzeitig schulde Lindsay Durdle PayPal aber 3.200 Pfund, also umgerechnet rund 3.600 Euro. Die Begründung: 

Sie haben gegen Bedingung 15.4 (c) unserer Vereinbarung mit PayPal-Credit verstoßen, da wir eine Mitteilung erhalten haben, dass Sie verstorben sind.

2. Wie reagierte der Witwer auf diese Nachricht?

Howard Durdle war erst schockiert, beschloss aber, das Schreiben der BBC weiterzuleiten. So wolle er darauf aufmerksam machen, wie erschütternd automatisierte Nachrichten wie diese in manchen Lebenssituationen sein können.

Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Ich bin in der Lage, mich mit dem nötigen Papierkram auseinanderzusetzen. Aber ich habe am eigenen Leib erfahren, wie ein solcher Brief jemanden wieder vollkommen aus der Bahn werfen kann.

3. Was sagt der Gelddienstleister zu dem Vorfall?

PayPal entschuldigte sich bei Howard Durdle und versprach, so schnell wie möglich aufzuklären, wie das pietätlose Schreiben versendet werden konnte. Die Schulden müsse der Witwer selbstverständlich nicht bezahlen, das Konto der Verstorbenen sei wie gewünscht geschlossen worden. (golem)

Ob ein technischer Fehler oder menschliches Versagen der Grund für den PayPal-Brief sind, ist aktuell noch unklar. Das Unternehmen wolle aber dafür sorgen, dass ein solcher Vorfall sich nicht wieder ereigne. 


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