Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Mateo Renzi muss Italien eine neue Regierung bilden (SPIEGEL ONLINE). Dieser Mann ist jetzt dafür zuständig, er wurde von Staatspräsident Sergio Mattarella zum Nachfolger Renzis ernannt. Sein Steckbrief:

Name: Paolo Gentiloni
(Bild: Salvatore Di Nolf/ dpa)

Alter: 62

Bisherige Position: Außenminister

Partei: Der Sozialdemokrat gehört der Demokratischen Partei Partito Democratico (PD) an.

(Vergangene Woche war er noch beim Treffen der OSZE, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, in Hamburg)

Bisherige Laufbahn: Gentiloni arbeitete zunächst als Journalist und wurde in den neunziger Jahren Sprecher des Bürgermeisters in Rom. Unter dem früheren Ministerpräsidenten Romano Prodi war er Kommunikationsminister. (faz.net)

Familie: Er entstammt der Adelsfamilie Gentiloni Silveri.

Familienstand: verheiratet, keine Kinder

Hobbys: Tennis

Studium: Politikwissenschaft

Sprachen: Italienisch, Englisch, Französisch, Deutsch

Gentiloni und Renzi, die beiden gelten als Vertraute(Bild: Gentiloni Ettore Ferrari/Ansa/ dpa)

Religion: streng katholisch

Anekdote aus der Kindheit: Als Jugendlicher soll er von zu Hause ausgerissen sein, um an einer Demonstration in Mailand teilzunehmen. Er engagierte sich in linksgerichteten Bewegungen und Parteien.

Bisheriges Auftreten: gemäßigt und pragmatisch

Was steht als nächstes an:

  • Gentiloni muss jetzt seine Minister aussuchen und sich von Staatspräsident Mattarella vereidigen lassen. Erst danach kann er von den beiden italienischen Parlamentskammern in einem Vertrauensvotum bestätigt werden.
  • Seinen ersten Auftritt als Ministerpräsident könnte er dann beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag in Brüssel haben.

Was werden seine größten Herausforderungen sein:

  • Er muss das Land voraussichtlich zu vorgezogenen Neuwahlen führen. Vor allem die stärkste Oppositionspartei, der Fünf-Sterne-Bewegung, fordert das.
  • Ähnlich wie in Großbritannien gibt es viele italienische Bürger, die die EU kritisch sehen. Dazu zählen auch die Anhänger der Fünf-Sterne-Bewegung.
  • Außerdem bleibt Italiens Wirtschaft ein Problem – zu wenig Wachstum, zu viele Schulden (Deutsche Welle): Das Geldhaus Monte dei Paschi di Siena (MPS) muss zum Beispiel bis Ende des Jahres seinen Rettungsplan erfüllen. Renzi hatte außerdem an Reformen auf dem Arbeitsmarkt gearbeitet, die sind aber noch nicht abgeschlossen.
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